Freitag, Oktober 27, 2006

Bücher im Fernsehen, Freitag 27.10.06

Besprochene Titel:

John Le Carré: Geheime Melodie
Mario Vargas Llosa: Das böse Mädchen
Tim Parks: Stille
Kiran Desai: Erbin des verlorenen Landes
John Grisham: Der Gefangene
Hallgrímur Helgason: Rokland
Jonathan Littell: Les bienveillantes
Gerhard Schröder: Entscheidungen. Mein Leben in der Politik
Axel Hacke: Der kleine Erziehungsberater / Das Beste
Michael Degen: Nicht alle waren Mörder
Antonia Fraser: Marie Antoinette
Ayaan Hirsi Ali: Mein Leben, meine Freiheit. Die Autogiographie.
Hatice Akyün: Einmal Hans mit scharfer Sauce
Roberto Saviano: Gomorra
Klaus Brinkbäumer: Der Traum vom Leben. Eine afrikanische Odyssee
Seyran Ates:
Große Reise ins Feuer
Studs Terkel meets music. Im Gespräch mit großen Musikern des 20. Jhdts.

 

Themen:
Arno Lustiger

Programmschema:
05:30 ZDF: Morgenmagazin
06:20 3sat: Kulturzeit
08:00 arte: Kultur
09:00 arte: Kultur
09:05 3sat: Kulturzeit
09:05 ZDF: Volle Kanne
11:20 arte: Kultur
19:20 3sat: Kulturzeit
20:00 arte: Kultur
22:00 NDR/HR: NDR Talkshow
22:35 ZDF: aspekte
23:30 SWR: Nachtkultur
00:00 SWR: Literatur im Foyer
02:05 SWR: Leute night
02:20 3sat: Kulturzeit

05:30 ZDF: Morgenmagazin

Unter anderem mit den Buchtipps von Wolfgang Herles. In den Buchhandlungen liegt das Herbstangebot der Verlage bereit, und Wolfgang Herles hat sich quer durch die Frankfurter Buchmesse gelesen:

John Le Carré, Geheime Melodie, List, 416 Seiten
Der Meister des politischen Thrillers schickt seinen Protagonisten in den Kongo. Bruno Sal-vador, genannt Salvo, ist eigentlich Dolmetscher, doch der britische Geheimdienst verspricht sich mehr von ihm, als er ihn auf eine Geheimkonferenz über die Zukunft des afrikanischen Landes schickt. Salvo lauscht und berichtet. Am Ende kann er nicht unbeteiligt wegschauen, denn er sieht die Katastrophe auf den Kongo zukommen, der doch das Land seines Vaters ist.

Mario Vargas Llosa, Das böse Mädchen, Suhrkamp, 395 Seiten
Als 15-Jähriger beobachtet Ricardo im Sommer 1950 eine Gleichaltrige beim Mambo-Tanz in Lima. Dann ist sie plötzlich verschwunden, aber die Erinnerung an "das böse Mädchen" lässt Ricardo nie mehr los. Seine Liebe wird zur Obsession, und bis in die 80er Jahre kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder - in London, Tokio, Paris und Madrid. Mario Vargas Llosa, der große südamerikanische Autor, erzählt vom Rätsel einer Beziehung, von deren Unglück und Glück im Laufe von mehr als 30 Jahren.

Tim Parks, Stille, Kunstmann, 360 Seiten
Harold Cleaver ist ein überaus erfolgreicher Fernsehjournalist, eine Berühmtheit in London. Sein Leben gerät aus den Fugen, als der Sohn unter dem Titel "Im Schatten des Allmächtigen" seinen ersten Roman veröffentlicht. Cleaver flieht aus London, vor seiner Lebensgefährtin, vor seinen Kindern. Er steigt aus und wählt die Stille in einem entlegenen Dorf in Südtirol und denkt über das Leben nach. Und damit hat er etwas gemein mit seinem literarischen Vater. Tim Parks hat das heimatliche London schon vor Jahren verlassen und lebt mit seiner Familie in Verona.

Kiran Desai, Erbin des verlorenen Landes, Roman, Berlin Verlag, 432 Seiten
Mit ihrem zweiten Roman landete die junge, indische Autorin den großen Wurf. Als Hauptkulisse dient ein halb verfallenes Kolonialhaus in einer Kleinstadt an den Hängen des Himalaja im Indien der achtziger Jahre. Hier lebt ein pensionierter indischer Richter, der noch immer die englische Kultur hochhält, dessen Ehe scheiterte und der einzig seine Hündin Mutt abgöttisch liebt. Seine Enkelin Sai erfährt in dieser Traumwelt ihre erste Liebe zu ihrem Privatlehrer Gyan. Der mürrische Koch trauert ebenfalls den Engländern hinterher. Sein Sohn sollte es einmal besser haben, doch der fristet in Amerika das harte Leben eines Illegalen. Mit dem Beginn einer bürgerkriegsähnlichen Revolte zerbricht das selbsterschaffene Trugbild des Hauses. Die Autorin wurde dafür in diesem Jahr mit dem Man-Booker-Preis ausgezeichnet.

John Grisham, Der Gefangene, Heyne, 464 Seiten
Nach 20 fiktiven Bestsellern legt der studierte Jurist ein Sachbuch vor, das sich erst recht liest wie ein Thriller. Es ist die wahre Geschichte des ehemaligen Baseballprofis Ron Willliamson. Für einen Mord, den er nicht begangen hat, wird er zum Tode verurteilt und sitzt elf Jahre unter grausamen und entwürdigenden Bedingungen in der Todeszelle. Kurz vor der Hinrichtung beweist eine DNA-Analyse seine Unschuld. Doch Williamson erholt sich nicht mehr von der Haft und stirbt fünf Jahre später. Grisham – selbst leidenschaftlicher Baseballspieler – will Zeugnis ablegen von der Ungerechtigkeit eines modernen Rechtssystems.

Hallgrímur Helgason, Rokland, Roman, Klett-Cotta-Verlag, 479 Seiten
Nach seinem Erfolgsroman "101 Reykjavík" führt der isländische Kultautor seine Gesellschaftssatire unbeirrt fort. Sein neues Buch erzählt von Böddi, der nach Jahren in Berlin in sein isländisches Kaff zurückkehrt. Er lebt bei seiner fernsehverblödeten Mutter, arbeitet als Lehrer und unterhält seine Schüler mit giftigen Karikaturen ortsbekannter Größen. Doch schon bald geht der Job flöten, ist die Tochter des Rektors geschwängert und das Elternhaus nach dem Tod der Mutter verloren. Böddi dreht durch. Zu Pferde bricht er nach Reykjavík auf, um dort zum allgemeinen Umsturz der geistlosen Lebensverhältnisse aufzurufen. Ein Amokritt, der bereits vom eigenen Bruder gnadenlos in den Medien vermarktet wird.

 

06:20 3sat Kulturzeit

Wiederholung vom Vorabend
Leider ist der Roman Gomorra des Italieners Roberto Saviano noch nicht auf deutsch erhältlich. Wirbel genug gibt es um den Titel. Denn Saviano war mutig - oder tolldreist, so genau lässt sich das nicht erkennen - genug, einen Schlüsselroman über die Machenschaften der Camorra in Neapel zu schreiben. Das Buch wurde ein Bestseller in Italien. Aber da sich Saviano auch in Interviews nicht scheute, Namen von regionalen Familien-Größen zu nennen, häuften sich in seinem Briefkasten die Morddrohungen. Jetzt ist er untergetaucht und braucht Polizeischutz. Sein Mut jedoch hat Wellen geschlagen. Zum ersten Mal seit langem erhebt sich in Italien eine breite Mehrheit gegen die Camorra. So haben bereits über 5000 Personen eine Online-Petition an den italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano unterzeichnet. (mehr zu dem Buch auf der Homepage des Senders)

Wie schreibt man ein Buch über das Schicksal jener Afrikaner, die eine teilweise jahrelange Odyssee auf sich nehmen, um ins gelobte Europa zu kommen, jenem Kontinente, in dem die Arbeitsplätze blühen und man mit ein wenig Ehrgeiz schnell reich werden kann - zumindest, wenn man den Heldensagen der Zurückkommenden glauben schenken darf. Das Problem: Sobald sich ein Reporter an die Fersen der Flüchtlinge heftet, verändert sich notwendig ihr Schicksal. Denn niemand geht mit einem weißen, noch dazu mit einer Kamera bepackten Journalisten so um, wie mit einem Afrikaner, der sein Land und seine Familie verlassen hat. Klaus Brinkbäumer hat darum für sein Buch Der Traum vom Leben. Eine afrikanische Odyssee den umgekehrten Weg gewählt. Er hat den Exilanten John Ampan aus Ghana über seine Reise befragt und ist die Stationen seiner Odyssee zusammen mit ihm nachgereist. Und hat dort andere Flüchtlinge getroffen, die ganz ähnliche Geschichten zu berichten hatten. (mehr zu dem Buch auf der Homepage des Senders)

Bis in die 1990er Jahre hinein war Pulitzer-Preisträger Studs Terkel Gastgeber einer täglichen Radio-Show in Chicago und präsentierte seinen Zuhörern Musik und Gespräche mit Stars aus Klassik, Oper, Jazz, Blues, Folk und Rock. Zwei Dutzend seiner unnachahmlichen Interviews, die er mit einigen der größten Musikern des 20. Jahrhunderts führte, sind jetzt in dem Buch "Studs Terkel meets music. Studs Terkel im Gespräch mit großen Musikern des zwanzigsten Jahrhunderts" erschienen. Die vielleicht größte Enthüllung aber liefert Studs Terkel selbst, dessen brillante Fragetechnik ein profundes Wissen und große Musikleidenschaft widerspiegeln. (mehr zu dem Buch auf der Homepage des Senders)

08:00 arte: Kultur

Wiederholung vom Vorabend.
Jonathan Littell bekam gestern für seinen Roman Les Bienveillantes den Preis der Académie française, die höchste literarische Frankreichs. Er beschreibt in dem Buch die Nazi-Verbrechen aus der Sicht eines SS-Offiziers, eines Henkers. Leider brachte arte Kultur nicht viel mehr als diese Kurzmeldung. Da das Buch aber in den letzten Tagen von diversen Kultursendungen besprochen wurde, verweise ich an dieser Stelle auf diese.
Mehr zum Buch: Basler Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, taz



09 :00 arte: Kultur

Wiederholung von 8:00 Uhr

 

09:05 3sat: Kulturzeit

Wiederholung von 6:20 Uhr

 

09:05 ZDF: Volle Kanne

Zu Gast im Studio: Autor Axel Hacke. Der gebürtige Braunschweiger besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Seit 1981 schreibt er für die Süddeutsche Zeitung, anfangs als Sportredakteur, später auch als "Streiflicht"-Autor. Im SZ-Magazin veröffentlicht er seit seiner Gründung 1990 unter anderem den berühmten "Der kleine Erziehungsberater", der später auch zum Bestseller wurde und gerade im Verlag Antje Kunstmann neu aufgelegt wurde. Und seit 1997 fehlt in keiner Ausgabe seine Kolumne "Das beste aus meinem Leben". Außerdem kann man in jeder Sonntagsausgabe des Berliner Tagesspiegel seine Kolumne "Und was mache ich jetzt?" lesen. Für Oktober vorangekündigt ist ein Band Das Beste von Axel Hacke.
Sie können übrigens während der Sendung unter 0211 / 64 99 56 4 (nur bis 10.15 Uhr) Fragen an den Axel Hacke stellen. Interaktives Fernsehen hat man ja auch nicht jeden Tag.

 

10:00 WDR: Menschen hautnah

Wiederholung vom 18.10.06



11:20 arte: Kultur

Wiederholung von 8:00 Uhr

 

11:15 RBB: Stilbruch

Wiederholung vom Vortag

Wie die "Unterschicht" arm wurde
Die Berliner Autoren Jens König und Nadja Klinger sind zwei Jahre nach der Einführung von Hartz IV durchs Land gefahren und haben einen Bericht über die neue Armut in Deutschland geschrieben. Sie fordern eine bessere Bildungspolitik und den Abschied von der "Lebenslüge", dass jeder von Arbeit leben kann. Einfach abgehängt. Ein wahrer Bericht über die neue Armut in Deutschland heißt das eben erschienene Buch der beiden.

Wie der Schriftsteller Arno Lustiger das KZ überlebte
Arno Lustiger ist der Cousin des Erzbischofs von Paris, Kardinal Jean-Marie Lustiger, und auch Mitbegründer der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt a. M. Lustiger wurde während der Naziherrschaft in mehrere Konzentrationslager verschleppt. Auf den Jüdischen Kulturtagen in Berlin erzählt er vom Schicksal Shoa-Überlebender (mit Musik der "Happy Boys")!

 

15:30 3sat: Zapp - Das Medienmagazin

Bei Zapp geht es heute unter anderem um Gerhard Schröders neues Buch. Der Sender verspricht, einen Blick hinter die mediale Vermarktung dieses fragwürdigen Bestsellers zu werfen: «Deutschland, ein Schröder-Märchen? Der Eindruck entsteht, wenn man dieser Tage eine Zeitung aufschlägt oder sich durch die Fernsehkanäle zappt. Gerhard Schröder regiert wieder die Schlagzeilen - dieses Mal, weil er ein Buch geschrieben hat. Zum Regieren bräuchte man nur "Bild, BamS und die Glotze" war einst seine Parole. Für die Vermarktung seines Buches aber muß er sich nicht nur auf diese Medien beschränken. "Spiegel" und "Bild"-Zeitung haben sich einen Kampf um den Erstabdruck geliefert. Alle anderen Medien zogen nach, konnten ebenfalls nicht widerstehen, sich in die "Verwertungskette" einzureihen. Gewonnen haben dabei vor allem Gerhard Schröder und seine PR-Agentur, die bereits mit der Vermarktung von Eva Herman einen Coup landetet.» (Senderangaben)

 


19:20 3sat: Kulturzeit

Eine wirkliche Themenübersicht wird sich erst heute im Laufe des Tages herauskristallisieren.

 


20:00 arte: Kultur

Die große Kulturwundertüte artes: Keiner weiß, was drin sein wird. Aber es lohnt sich allemal, sie aufzumachen. :-) Wie immer mit einer bunten Mischung aus kulturellen Versatzstücken aller Couleur.

 

22:00 NDR/HR: NDR Talkshow

Ihre ersten Lebensjahre verbringt Seyran Ates in der Geborgenheit einer türkischen Großfamilie in Istanbul. Eines Tages verschwindet ihre Mutter, einige Monate später auch der Vater. Die Eltern sind als "Gastarbeiter" nach Deutschland gegangen, doch das erfährt Seyran erst viel später, als sie endlich nachkommen darf. Das Leben im fremden Land ist nicht einfach. Mit der Zeit glaubt sie "zwei Gesichter" zu haben, ein türkisches und ein deutsches. Mit 17 hält sie die Spannungen nicht mehr aus und läuft von zu Hause weg. Für die Familie ein Skandal, für Seyran ein erster Schritt in die Freiheit, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Ihr Freiheitsdrang kostet sie fast das Leben ... Die Geschichte einer couragierten jungen Frau, die sich ihren Platz in einer noch längst nicht multikulturellen Gesellschaft erobert. Im Dezember erscheint ihr Bericht Große Reise ins Feuer. Die Geschichte einer deutschen Türkin als Taschenbuch.

 

22:35 ZDF: aspekte

Neben einigen anderen Themen wird es um die neue Biographie des Ex-Kanzlers Gerhard Schröder gehen: Entscheidungen. Mein Leben in der Politik Und auch die Redakteure von aspekte scheinen nicht wirklich glücklich über dieses mit heißer Nadel gestrickte Buch. Titel des Beitrags: Schröder - Und seine schwachen Memoiren

 

23:30 SWR: Nachtkultur

Dank Serien wie "Diese Drombuschs", Krimis und zahlreichen Fernsehspielen zählt Michael Degen zu den bekanntesten Gesichtern des deutschen Fernsehen. Der Schauspieler hat sich aber auch als Schriftsteller einen Namen gemacht, u.a. als er 1999 unter dem Titel "Nicht alle waren Mörder" seine Kindheitserinnerungen veröffentlichte: 1932 als Sohn jüdischer Eltern geboren, war Michael zehn Jahre alt, als er zusammen mit seiner Mutter in Berlin untertauchen musste. Jetzt hat Jo Baier ("Wambo", "Stauffenberg", "Der Laden") den Stoff verfilmt. In den Hauptrollen von Mutter Anna Degen und Sohn Michael sind Nadja Uhl und Aaron Altaras zu sehen. Am 1. November wird der Spielfilm um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Nachtkultur berichtet über Buch und Film.

Sie war die letzte Königin Frankreichs und lebte an der Seite von Ludwig XVI. in Pomp und Dekadenz - bis sie hingerichtet wurde: Marie Antoinette. Die Regisseurin und Oscar-Preisträgerin Sofia Coppola ("Lost in Translation") hat nun - nach der Biografie von Antonia Fraser - einen Film über das Leben der berühmten Österreicherin gedreht. Ein poppiges Historiendrama mit einem modernen Soundtrack, das die jungen Jahre der legendären Königin in den Mittelpunkt stellt. Für Sopfia Coppola ist Marie Antoinette eine Art "Desperate Housewife" des 18. Jahrhunderts. "Hier geht es um eine einsame Ehefrau, die von ihrem Ehemann völlig vernachlässigt wird", sagt die 35-jährige Regisseurin. Entsprechend inszenierte sie ihren Film und präsentiert mit "Marie Antoinette" die völlig staubfreie Interpretation einer bedeutenden Figur der Zeitgeschichte.

 

00:00 SWR: Literatur im Foyer

Ende 2004 erschüttert ein Mord die Niederlande und zerstört alle Träume von multikultureller Toleranz: Der Filmemacher Theo van Gogh wird auf offener Straße von einem islamistischen Fanatiker erstochen. Das Messer durchbohrt einen Brief, in dem Ayaan Hirsi Ali mit dem Tode gedroht wird. Ihre Streitschrift "Ich klage an" wurde 2005 weltweit ein aufrüttelnder Bestseller. Ein Plädoyer für die "Befreiung der muslimischen Frauen". Jetzt hat sie selbst Ärger mit den niederländischen Behörden: Als die in Somalia geboren Hirsi Ali in den Niederlanden Asyl beantragte, machte sie falsche Angaben. Ehrlich wäre sie nie in die Niederlande gekommen. Darum plädiert sie heute für eine illusionslose und realistische Einwanderungspolitik, die die Armut weltweit als Asylgrund anerkennt. In ihrem neuen Buch "Mein Leben, meine Freiheit" erzählt sie zum ersten Mal ihre Lebensgeschichte.

 

02:05 SWR: Leute night

"Mein Name ist Hatice. Ich bin Türkin, aber auch Deutsche, Ausländerin, Muslime, Deutsch-Türkin, Journalistin oder ein Miststück, je nachdem, wer mich gerade betrachtet. Und ich empfinde es als Reichtum, dies Widersprüche in mir zu vereinen... Ich bin zu deutsch, um eine Türkin zu sein, und zu türkisch, mich eine Deutsche zu nennen." Diese Sätze stammen aus Hatice Akyüns Buch:"Einmal Hans mit scharfer Soße".
Zum Autakt der SWR-Schwerpunkts "Islam" unterhält sich Katja Heijnen in "Leute" mit ihr über deutsch-türkische Eigenarten, Kopftuchtragen, Zwangsheirat, Religion und darüber, weshalb für Türken alle Deutschen "Hans" und "Helga" heißen.

 

02:20 3sat: Kulturzeit

Wiederholung von 19:20 Uhr


1 Kommentar:

  1. Mittlerweile ist Roberto Savianos Buch "Gomorra" auch auf deutsch erschienen. Die Daten: Roberto Saviano:
    Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra"
    Hanser Belletristik 2007
    ISBN-13: 978-3446209497
    21,50 €

    Ein Gespräch mit dem Autor ist im Internet bei 3sat zu finden:
    Kulturzeit Gespräch: Das Reich der Camorra: Roberto Saviano im Gespräch (Video-Stream)

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