Dienstag, September 28, 2010

Neuerscheinungen rund um Shakespeare Oktober 2010

Sonderlich viel los ist derzeit nicht bei den Neuerscheinungen rund um unseren Dichter aus Stratford-upon-Avon. Wieder einmal hat sich jemand daran versucht zu beweisen, dass Shakespeare eigentlich niemand anders gewesen sein kann als Christopher Marlow. Immerhin auf 480 Seiten bringt es die Recherche von Bastian Conrad, die im Oktober 2010 erscheint. Außerdem wird der Sachcomic Shakespeare von Nick Groom, der erst im August 2010 in der Agentur Ratschlag und Bildung herauskommen sollte, nun im Oktober bei TibiasPress veröffentlicht. Auf der Verlagsseite der Agentur wird schnell klar: Tibias ist ein Imprint der Agentur, also ein Verlag, der seinen Sitz in der Agentur hat.

Bastian Conrad: Christopher Marlowe - Der wahre Shakespeare

Titel: Christopher Marlowe : Der wahre Shakespeare / Bastian Conrad
Verfasser: Conrad, Bastian
Ausgabe: 1. Aufl.
Verleger: München : Buch&Media
Erscheinungstermin: Oktober 2010
Umfang/Format: ca. 480 S.
ISBN: 978-3-86520-374-8
Einband/Preis: PB. : EUR 32.00

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Schrieb William Shakespeare seine Werke wirklich selbst? An dieser Frage entzünden sich seit Jahrhunderten heftige Diskussionen. Für Bastian Conrad gibt es nach umfangreicher Recherche nur einen einzigen plausiblen Kandidaten für die Autorschaft: Christopher Marlowe.

Kurz vor Erscheinen des ersten gedruckten Werks von Shakespeare im Jahr 1593 kam der geniale Dichter Christopher Marlowe im Alter von nur 29 Jahren bei einer Wirtshausschlägerei ums Leben - angeblich. Nach Bastian Conrads Ansicht muss sich die Geschichte anders zugetragen haben: Marlowe, dem ein Prozess wegen Häresie drohte, tauchte unter, schrieb weiter und ließ den dafür bezahlten Kaufmann William Shakspere aus Straford-upon-Avon nach außen als Verfasser auftreten. Conrad untermauert seine These mit der Auswertung bislang unbekannter oder vernachlässigter Quellen und akribischen Stilvergleichen. Seine Ausführungen zu der immer noch aktuellen Diskussion sind in ihrer Detailliertheit einzigartig und liefern einen neuen Einblick in die literarische Welt des elisabethanischen Zeitalters.

Nick Groom: Shakespeare - ein Sachcomic

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Tibiapress
Erscheinungsdatum: Oktober 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3935254253
ISBN-13: 978-3935254250
Format: 12,5 x 18 cm
Preis: 10 €

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Echte Shakespeare-Fans kennen Grooms Comic bereits aus dem englischen Original, dem ursprünglich 1997 bei Totem Books erschienenen und Anfang diesen Jahres bei Faber and Faber neu aufgelegten Introducing Shakespeare: A Graphic Guide . Nachdem dieser Band in seiner deutschen Übersetzung von Theo Brodhag ursprünglich bereits im August 2010 in der Agentur Ratschlag und Bildung erscheinen sollte, heißt es nun, Tibiapress zeichne sich für die Veröffentlichung verantwortlich. Vielleicht hat die Etablierung der Tibiapress länger gedauert als ursprünglich geplant, seit Mitte September jedoch ist der Imprint-Verlag der Agentur auf dem Markt und hat sich gleich des Shakespeare-Comics angenommen.

Shakespeare - ein Sachcomic will viel mehr sein als eine Biographie oder ein Führer zu Stücken und Sonetten: es ist eine Reise durch die Welt des Will Shakespeare und kommt zu dem Ergebnis, dass auch nach vierhundert Jahren Shakespeare immer noch der Stein des Anstoßes ist, an dem unser Verständnis von Humanismus sich abarbeitet und schärft. Es zeigt auch, wie der Barde durch die verschiedenen Jahrhunderte hinweg und in verschiedenen Kulturkreisen verehrt wurde und zu welchen politischen und kulturellen Reaktionen er angeregt hat. Ein vergnüglicher Bilderbogen, unterhaltsam und nachdenklich machend.

Der Verlag über den Shakespeare-Comic: «Der Sachcomic sucht im Leben Shakespeares nach Gründen für seine Ausstrahlung. Er erzählt, wie der Autor und Schauspieler immer wieder unter verschiedenen Herren arbeiten musste, wie er bejubelt, aber auch missbraucht wurde. Und sie verfolgen den Streit um Person, Aussehen und Werk Shakespeares, der bis heute andauert. So ist dieses Buch mehr als eine Biografie oder eine Einführung in seine Theaterstücke und Sonette: Eigentlich geht es um unsere Einstellung zum Leben und zum Mitmenschen.»

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