Dienstag, Juni 05, 2012

Schachbücher reingekommen

Können Sie Schach spielen? Wenn ich an Schachspieler denke, kommt mir immer wieder das Bild von zwei alten Herren vor Augen, die im Wohnzimmer an einem kleinen Tisch sitzen, stundenlang, ohne zu reden, völlig in ihr Spiel vertieft. Wahlweise mit einem Glas Cognac neben sich, umgeben von einer Wolke süßen Pfeifenrauchs - obwohl letzteres mittlerweile ja schon fast wieder völlig verpönt ist. Aber dieses Bild hat etwas Gemütliches, finde ich.

Dabei ist Schach gerade für junge Leute ein ideales Logiktraining. Vorausdenken, Zusammenhänge erkennen, Um-die-Ecke-denken - nicht umsonst wurde früher auf den Internaten ganz selbstverständlich Schach gespielt. Und auch heute entdecken die Schulen wieder neu, wie sehr das Spiel die kognitiven Fähigkeiten der Heranwachsenden fördert.

Irgendwann ging mir auf, dass dieses Spiel ausgesprochen demokratisch ist. Egal, welcher Bildungsschicht jemand angehört - Schachspieler finden sich überall. Und sie kommen über dieses Spiel zusammen, auch wenn sie sonst wenig Gemeinsamkeiten haben. Standesdünkel werden zweitrangig, wenn nur der Gegner über die gleiche Spielstärke und -freude verfügt oder sogar eine kleine Herausforderung darstellt.

Egal, ob draußen im Park oder drinnen vor dem Kaminofen: Das Spiel hat was. Eben habe ich wieder ein paar Schachbücher katalogisiert. Eine Erstausgabe des Knaurs Schachbuch von Martin Beheim-Schwarzbach ist ebenso dabei wie eine Schachfibel für Jugendliche. Sie stehen jetzt zwischen den anderen Schachbüchern im Regal. An der Nachfrage merke ich, dass dieses Spiel noch immer hochaktuell ist - allen PC- und Konsolenspielen zum Trotz.

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