Freitag, August 17, 2012

Joanne Brothwell über ihre Erkenntnisse als Autorin

Joanne Brothwell, Autorin von "Stealing Breath", über ihre Erkenntnisse als Autorin: "7 Dinge, die ich bis jetzt gelernt habe" ist eine Serie bei writersdigest.com, in der Autoren über ihre Erfahrungen beim Schreiben interviewt werden. Was
Joanne erzählt, dürfte vor allem jungen Autoren interessieren. Hier ihre Liste in Kurzform:

  1. Lerne das Handwerk. Viel Zeit lässt sich sparen, wenn man von vornherein weiß, was man tut.
  2. Je eher wir begreifen, dass Überarbeiten ein wichtiger (und langwieriger) Teil des Schreibprozesses ist, desto eher werden wir Skripte abliefern, die sich auch verkaufen lassen.
  3. Keiner mag es, wenn sein Baby vor seinen Augen zerfetzt wird. Trotzdem: Such dir kritische Leser. Selbst, wenn du sie am liebsten anschließend für ihre Kritik von deiner FB-Freundesliste streichen willst, helfen sie dir herauszufinden, was am Text nicht funktioniert.
  4. Sei nicht defensiv. Oft haben wir gute Gründe, mit denen wir unseren Kritikern erklären, warum wir einen Text so und nicht anders schreiben. Nur: Das interessiert gar nicht. Kritiker helfen uns, zu sehen, wo die Probleme liegen. Wenn wir das wegrationalisieren, helfen wir uns nicht!
  5. Höre auf deinen Bauch. Du musst deine eigene Stimme finden, und das klappt nur, wenn du aller Kritik zum Trotz deinen eigenen Weg findest. Verdaue jede Kritik, damit du später wirklich entscheiden kannst, was du ändern musst und was so stehen bleiben kann.
  6. Viele Autoren sind introvertiert. Tu einfach so, als wärst du es nicht. Das klappt schon. Such dir Gelegenheiten, mit anderen ins Gespräch über dein Buch zu kommen.
  7. Pass auf, dass deine Schreibleidenschaft nicht zum Feind deiner Freunde und Familie wird. Die Lieben kommen immer, immer zuerst.

Hier gehts zum (englischsprachigen) Blogpost, in dem sie ausführlich erklärt, warum sie diese Punkte herausstellt: writersdigest.com/editor-blogs/guide-to-literary-agents/open-done-joanne-brothwell-7-things

Kommentare:

  1. Hey,
    danke für das Herausfinden der Tipps. Manchmal verstehe ich was gemeint ist, sehe manche Dinge aber anders :-).

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    1. selber hey :-)
      Gern geschehen! Wenn etwas dabei ist, was dir hilft, sag es gern weiter. Dieser Blog kann gut noch zwei, drei Leser gebrauchen ...
      Im Übrigen geht es ja auch nicht darum, jeden Rat einfach zu schlucken, sondern zu begreifen, wie andere Leute arbeiten. Welche Techniken du dir dann für dich herausgreifst, hängt von deiner Persönlichkeit ab. Und vielleicht ein wenig vom handwerklichen Standpunkt, an dem du dich gerade befindest.
      Ein Freund, selbst langjähriger Autor, erzählte mir neulich, er habe sich meinen Werkstattbericht zum Roman "Das Ende der Leichtigkeit" nach mehreren Jahren zum zweiten Mal durchgelesen und wäre diesmal an völlig anderen Stellen hellhörig geworden als beim ersten Mal. Viele Dinge, die er damals überlesen hatte, machten für ihn jetzt plötzlich Sinn.
      Geht mir ja nicht anders. Was ich nicht verstehe, rauscht an mir vorbei. Aber ein paar Sachen kann ich den Blogs, die ich täglich lese, dann doch immer für mich entnehmen.

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