Donnerstag, August 09, 2012

Katzenbücher - Lamento



Da ich selber Katzenfan bin, wollte ich an dieser Stelle regelmäßig über neue Katzenbücher berichten. Bisher hat das nur selten geklappt. In diesem August wollte ich mal wieder einen Versuch unternehmen, schreckte aber vor der Schwemme von Neuerscheinungen zurück. Zahllose Autoren von Kleinst- und Selbstverlagen haben sich auf das Thema Katzen gestürzt. Dazu kommen etliche eBooks. Und die obligatorischen Katzen-Kalender. Keine Chance, da den Überblick zu bewahren.

Während die großen Verlage wenigstens noch Leseproben auf ihre Seiten stellen, ist bei den Kleinverlagen nicht viel zu holen. Zuweilen aus gutem Grund. Womit ich nicht alle derzeit aus dem Boden sprießenden Verlage unter Generalverdacht stellen will. Aber ich bin doch häufiger als erwartet mit deren Produkten auf die Nase gefallen. Und nun habe ich das Problem: Wo ziehe ich die Grenze zwischen dem, was mir berichtenswert erscheint, und dem, was man getrost vergessen kann? Und: Lohnt es, den Titeln lange nachzurecherchieren?

 Dabei sollte ich die Klappe wahrscheinlich nicht allzu weit aufreißen, denn der Freunscht Media Verlag, bei dem gerade mein "Ende der Leichtigkeit" erschienen ist, zeichnet sich derzeit auch noch nicht unbedingt als großer Publikumsverlag aus. Allerdings habe ich in diesem Jahr auch schon bei Anthologien mitgewirkt, die mir im Nachhinein ein wenig peinlich sind. Ich mag Hobbyautoren, doch war "Verlegt werden" früher noch ein gewisses Qualitätskriterium. Mittlerweile haben immer mehr gerade kleine Verlage begriffen, dass man mit Autoren durchaus auch Geld machen kann, wenn man das richtige Konzept hat.

Über den Dammbruch-Effekt des Amazon-DirektPublishings will ich an dieser Stelle gar nicht reden. Das hat sicher auch mit der Wirtschaftslage zu tun. Die Hoffnung, mit Selbstgeschriebenen ein paar Euro dazuzuverdienen, ist für viele reizvoll. Und irgendein Skript haben doch etliche noch in der Schublade. Bücher über Katzen bieten sich geradezu an. Katzenfans gibt es zuhauf. Und berichtenswerte Erlebnisse mit seinem vierbeinigen Fellknäuel hat auch fast jeder.

Um es kurz zu machen: Über alle Neuerscheinungen bei Katzenbüchern inhaltlich berichten zu wollen, ist fast unmöglich geworden. Wenn, dann funktioniert das höchstens noch in Form von Listen, wie ich es im Juni beim ersten Schwung Katzenkalendern einmal probehalber gemacht habe. Aber wem helfen solche Listen weiter? Ich werde mich deswegen in Zukunft darauf beschränken, ab und zu einmal ein Katzenbuch, das mir gefallen hat, in einer Einzelrezension vorzustellen. C'est tout.

Für die von euch, die selber bloggen: Wie geht ihr mit der Flut neuer Autoren um? Kümmert ihr euch überhaupt darum, oder lasst ihr sie links liegen? Und für alle anderen, gerade die Katzenfans: Wie wuselt ihr euch durch den Dschungel an Neuerscheinungen? Würde es euch helfen, hier regelmäßig über neue Katzenbücher informiert zu werden? Was erwartet ihr von einem Bücherblog?

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