Freitag, November 02, 2012

Frisch ausgepackt 02.11.2012

In den Bücherkartons, die bei mir landen, findet sich meist eine Mischung aus altbekannten und ehemals populären Titeln. Da wir in einer sehr schnelllebigen Zeit leben, sind Titel von gestern meist schon kurze Zeit später wieder vergessen. So habe ich die Erfahrung gemacht, dass es meist wenig bringt, einfach die frisch ausgepackten Titel zu katalogisieren. Denn wer weiß schon, was sich hinter einem Titel oder einem inzwischen unbekannten Autoren verbirgt. Da ist auch meine Neugier als Händler gefragt. Darum werde ich in Zukunft an dieser Stelle immer auch alte Bücher vorstellen, die frisch bei mir reingekommen sind. Hier die Auswahl von heute:

Erich Kästner: Die verschwundene Miniatur

Das Gefühl, am Leben vorbeizuleben, hat wohl jeden schon einmal beschlichen. Schlachtermeister Oskar Külz aus Berlin bildet darin keine Ausnahme. Und doch ist Külz ein besonderer Fall. Insofern nämlich, als er in die Tat umsetzt, wovon andere nur zu träumen wagen: Külz, Inhaber eines gutgehenden Schlachterladens und Vater dreier Söhne, beschließt, dem Gleichmaß seines Alltags zu entfliehen und auf Reisen zu gehen.

In Kopenhagen wird er in eine turbulente Kunstraubaffäre verwickelt, bei der nicht nur Räuber und Beraubte mehrfach wechseln, sondern auch Original und Kopie der gestohlenen Miniatur wiederholt verwechselt werden. Ungeachtet des durch die Aufregungen dieser Reise verursachten Gewichtsverlustes erweist sich Schlachtermeister Külz jedoch als imponierende Figur.Erich Kästners kleiner Schelmenroman ist eine beglückende Realsatire mit Happy-End.

Wenige wissen heute noch, dass Erich Kästner neben Kinderbüchern auch eine ganze Reihe amüsanter Romane für Erwachsene geschrieben hat. "Die verschwundene Miniatur" ist einer von ihnen.

Titel Die verschwundene Miniatur oder auch die Abenteuer eines empfindsamen Fleischermeisters / Erich Kästner
Person(en) Kästner, Erich
Ausgabe Ungekürzte Ausg., 6. Aufl.
Verleger München : Dt. Taschenbuch-Verl.
Erscheinungsjahr 1994
Umfang/Format 198 S. ; 18 cm
Gesamttitel dtv ; 11009
Zustand gut erhalten
Katalog-Linkshakespeare-and-more.com/catalog/die-verschwundene-miniatur-p-1749.html


Wilhelm Hauff: Das Wirtshaus im Spessart


Die Novelle „Das Wirtshaus im Spessart“, die 1826 von Wilhelm Hauff verfasst wurde, behandelt die Räuberthematik und erzählt die Geschichte der Gesellenwanderung des Goldschmieds Felix.

Während dieser Wanderung kehrt der Goldschmied eines Abends zusammen mit dem Zirkelschmied, mit dem er unterwegs ist, in ein Gasthaus ein, in dem er auf den Studenten und den Fuhrmann trifft. Dieses Gasthaus befindet sich im Spessart, der berüchtigt ist für Raubüberfälle. Deshalb beschließen die vier Männer erst gar nicht schlafen zu gehen, um nicht ausgeraubt zu werden. Daher erzählen sie sich gegenseitig vier Märchen, um wach zu bleiben. Gegen 10 Uhr kommt eine Gräfin zusammen mit ihrem Jäger und ihrer Hofdame ins Gasthaus. Die Männer unterrichten den Jäger von der drohenden Gefahr. Deswegen geht die Gräfin mit ihrer Dame auf ein Zimmer und der Jäger gesellt sich zu den Männern, um im Falle eines Angriffs bessere Angriffschancen zu haben.

Nach Mitternacht kommen tatsächlich die Räuber vorbei. Allerdings haben es diese nur auf die Gräfin abgesehen. Die Räuber wollen sie entführen, sodass ihr Ehemann sie freikaufen muss. Der junge Goldschmied, der noch klein ist und keinen Bart hat, kommt auf die Idee, sich als die Gräfin zu verkleiden und statt ihrer zu gehen. Der Jäger und der Student lassen sich mit dem jungen Goldschmied gefangen nehmen und begleiten ihn ...

Titel Das Wirtshaus im Spessart / Wilhelm Hauff
Person(en) Hauff, Wilhelm
Verleger Wiesbaden : Suchier
Erscheinungsjahr 1980
Umfang/Format 157 S. ; 19 cm
ISBN/Einband/Preis 84-499-3348-X (falsch) geb.
Zustand gut erhalten
Katalog-Linkshakespeare-and-more.com/catalog/das-wirtshaus-im-spessart-p-1748.html

Indra Devi: Ein neues Leben durch Yoga


Ob Sie jung oder alt, schwach oder stark, schlank oder korpulent sind, ist unbedeutend. Jeder kann und soll Yoga ausüben, wenn ih der Arzt nicht aufgrund eines besonderen Leidens ausdrücklich davon abgeraten hat. Denn um Gewichtszunahme, Übergewicht, chronische Verstopfung, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und nervöse Spannungszustände zu beheben, ist Yoga der beste Weg.

Nur fünf Minuten täglich brauchen Sie zu üben. Kommt dazu noch eine vernünftige Ernährung, dann werden Sie schon bald erkennen, wie Sie von Tag zu Tag leistungsfähiger, beweglicher und schlanker werden.

In seinem indischen Ursprungsland gilt Yoga als eine Wissenschaft - die Wissenschaft, ein gesundes und sinnvolles Leben zu führen. Indra Devi erläutert die grundlegenden Lebenswiesheiten dieser Lehre und nennt eine Fülle von Übungen zur Vorbeugung und Bekämpfung der verschiedenen Beschwerden.

Indra Devi ist in Rußland geboren, studierte Yoga seit ihrer Kindheit und unterrichtete ihre Methode in Indien und China. Sie gilt heute als die beste Yogalehrerin in den Vereinigten Staaten und hat viele Tausende in dieser Kunst unterrichtet., darunter unzählige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Berühmtheiten, die ihr Yoga-Studio in Hollywood besuchten. Sie verfasste mehrere Bestseller.

Titel Ein neues Leben durch Yoga : Leistungsfähiger, beweglicher u. schlaaker durch natürl. Methoden / Indra Devi. Mit 58 Fotos von Elbert Walker
Person(en) Devi, Indra
Verleger München : Goldmann
Erscheinungsjahr [1969]
Umfang/Format 218 S. ; kl. 8
Gesamttitel Goldmanns gelbe Taschenbücher ; Bd. 2513
Einheitssachtitel Renew your life through yoga ‹dt›
Zustand Knick im vorderen Einband und den vorderen Seiten, altersbedingt nachgedunkelt
Katalog-Linkshakespeare-and-more.com/catalog/ein-neues-leben-durch-yoga-p-1747.html

Manfred Hausmann: Andreas


Manfred Hausmann beschreibt in seiner Triologie "Martin", "Isabell" und "Andreas" das Leben in einer nomalen Familie. Immer wieder gibt er dem Leser das Gefühl, Situationen und Erlebnisse der Figuren selbst zu erleben. Mit dem 1949 erschienen Band „Martin“ (1949) entführte Hausmann den Leser in die Welt des fünfjährigen Martin, der durch seine Aufgewecktheit seine Geschwister und Eltern auf Trab hält. 1953 folgte dann der Band „Isabel“ (1953). Isabell ist die Mutter von Martin, der nun kurz vor der Konfirmation steht, und zeigt ihre Sicht auf die kleine Familie. Der letzte Band „Anreas“ wurde 1957 veröffentlicht und zeigt nun den Bilckwinkel des Vaters. Dabei müssen die Eltern immer wieder mit Ihren aufgeweckten Kindern und den widrigkeiten des Alltages fertig werden.

Aufgrund seines Erfolges konnte Hausmann ab 1927 als freier Schriftsteller leben. Er ließ sich in der bekannten Künstlerkolonie Worpswede bei Bremen nieder. 1930 wurde seine Tochter Bettina geboren. Als Folge intensiver Auseinandersetzung mit der Bibel und mit Schriften von Karl Barth, Kierkegaard und Dostojewski wandte sich Hausmann um 1933 dem Christentum zu. 1936 wurde sein Sohn Martin geboren. Die Trilogie ist sein Versuch, die Kindheit Martins und das Familienleben jener Zeit literarisch festzuhalten und zu verarbeiten.

Titel Andreas : Geschichten um Martins Vater / Manfred Hausmann. Zeichn. von Eva Kausche-Kongsbak
Person(en) Hausmann, Manfred ; Kausche-Kongsbak, Eva
Verleger Gütersloh : Bertelsmann
Erscheinungsjahr 1957 (Erstausgabe!)
Umfang/Format 79 S. ; 8
Gesamttitel Das kleine Buch ; 100
Zustand Gut erhalten, minimaler Randabrieb
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/andreas-p-1746.html

Sarah Gainham: Eine Welt für sich


Mit diesem Roman rundet sich das Bild der Burgschauspielerin Julia Homburg. Erzählte Sarah Gainham in ihrem ersten Roman das Leben der umjubelten Schauspielerin während des Zweiten Weltkrieges, schildert sie in "Frau an der Grenze" das Ende der Katastrophe und den neuen Beginn, so ist " Eine Welt für sich" der Rahmen, der beide Phasen in weitem Bogen umfasst.

In Rückblicken erschließen sich Julias Kindheit, die Jahre in der Klosterschule, ihre Jugend im Wien der Zwischenkriegszeit, das erste Begegnen mit der schon von Zerfallssymptomen gezeichneten »heilen Welt« des Bürgertums und schließlich der behutsame Beginn ihrer Karriere als Schauspielerin.

Diesen Bildern unbeschwerten Werdens stehen die Erfahrungen des Leidens, des Sich-Behauptens in den Jahren des Wiederaufbaus gegenüber.

Gerade als Julia Homburg und ihr Gatte Georg Kerenyi glauben, das Ärgste überstanden zu haben, tritt ein totgeglaubtes Gespenst der Vergangenheit in ihren Kreis und reißt kaum verheilte Wunden auf. Aus der Gefängishaft kehrt General Tenius heim. Er, der in ihrer aller Leben damals eine Rolle gespielt hat, wird zum Anlass dramatischer Ereignisse, die das Schicksal Julias und der Menschen um sie herum abermals einer Zerreißprobe aussetzen. Doch es zeigt sich auch dass »reale« Gespenster wie Tenius den Frieden einer glücklichen Ehe weniger bedrohen vermögen als Gefühle und Ängste, deren Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückreichen. Georg Kerenyi muss sich mit dem zentralen Wesenszug Julias auseinandersetzen, den innersten Bezirk ihrer geistigen Kraft erobern, um sich als Mann ihr gegenüber behaupten zu können.

SARAH GAINHAM, gebürtige Waliserin, lebt seit Jahren in Wien. Diese Stadt hat sie schon kurz nach Kriegsende kennengelernt und hier die Tragödie Europas erlebt, die sich ihr im Vordringen der Roten Armee bis ins Herz des Kontinents darstellt. Bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie Korrespondentin amerikanischer und britischer Zeitungen und Mitarbeiterin der BBC.

Schon ihr erster Roman »Julia Homburg« wurde ein Welterfolg. Er wurde ebenso wie »Frau an der Grenze« in viele Sprachen übersetzt.

Titel Eine Welt für sich : Roman / Sarah Gainham. [Aus d. Engl. übertr. von Heike Curtze]
Person(en) Gainham, Sarah
Verleger Gütersloh : Bertelsmann
Erscheinungsjahr [1974]
Umfang/Format 383 S.; ; 20 cm
Einheitssachtitel Private worlds ‹dt›
AnmerkungenLizenz d. Verl. Molden, Wien.
ISBN/Einband (Nur f. Mitgl.)
Zustand gut erhaltenes Hardcover mit Schutzumschlag
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/eine-welt-fuer-sich-p-1745.html

Gottfried August Bürger: Münchhausen - Wunderbare Reisen und lustige Abenteuer


Bürger ist heute hauptsächlich wegen seiner Feldzüge und Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen (1786/1789) in Erinnerung. Diese gehören in die Tradition der Lügengeschichten, die weit ins klassische Altertum und in die Erzähltradition des Judentums zurückgeht. Die Lügenerzählungen des historischen Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen wurden von einem anonymen Autor niedergeschrieben und 1781 veröffentlicht. In Form einer englischen Übersetzung, die Rudolf Erich Raspe angefertigt hatte, gelangten sie zu Bürger, der sie zurück ins Deutsche übersetzte und frei bearbeitete. Er übernahm dabei Raspes Erweiterungen und dessen Aufteilung in Land- und Seeabenteuer. Obwohl zahlreiche Bearbeitungen des Stoffes folgten, bleibt Bürgers Version, die drei Jahre später noch in einer erweiterten Ausgabe erschien, wohl bis heute die bekannteste. Sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und mehrfach illustriert.

Die vorliegende Ausgabe ist für die Jugend neu bearbeitet von Gerhard Aick. Die Zeichnungen und der Einband stammen von Ulrik Schramm.

Titel Münchhausen : wunderbare Reisen und lustige Abenteuer / Gottfried August Bürger. [Für die Jugend neu bearb. von Gerhard Aick]
Person(en) Bürger, Gottfried August ; Aick, Gerhard [Bearb.]
Ausgabe Sonderausg.
Verleger Wien : Tosa-Verl.
Erscheinungsjahr [1965?]
Umfang/Format 125 S. : Ill. ; 23 cm
Einheitssachtitel Wunderbare Reisen zu Wasser und Lande, Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen
ISBN/Einband Pp.
Zustand gut erhalten
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/muenchhausen-wunderbare-reisen-und-lustige-abenteuer-p-1743.html

Warwick Deeping: Hauptmann Sorrell und sein Sohn


Warwick Deeping schrieb über 60 Unterhaltungsromane, von denen einige schon während der Stummfilmära verfilmt wurden. Auch im deutschsprachigen Raum war er während der 1930er Jahre als Verfasser historischer Romane recht bekannt. Sein damals populärstes Werk war „Hauptmann Sorrell und sein Sohn“ (1925, deutsch 1927). Darin beschrieb er, wie die fast soldatische Kameradschaft zwischen Vater und Sohn deren Beziehung während der Depressionszeit nach dem Ersten Weltkrieg und der Arbeitslosigkeit des Vaters erhält:

Der mit dem Military Cross ausgezeichnete Captain Stephen Sorrell kehrt nach Ende des Ersten Weltkrieges heim nach London. Seine lebenslustige Frau Dora hat ihre Sachen gepackt, um mit einem anderen Mann durchzubrennen. Sorrell ist arm, arbeitslos und bei schlechter Gesundheit. Mit seinem Sohn Kit stellt sich Sorrell der Armut. Die Pensionsbesitzerin Flo Palfrey, die sich an seinem Schicksal ergötzt, erniedrigt und betrügt ihn. Doch Sorrell lässt sich nicht auf die gemeine Frau ein und verliert dadurch seine Wohnung. In einer anderen Pension arbeitet Sorrell als Portier. Der ehemalige Kriegsheld bekommt jedoch Ärger mit seinem Vorgesetzten, dennoch hält er alles aus, nur um seinen Sohn vorsorgen zu können. Tatsächlich schafft es Sorrell, seinen Sohn in einem vornehmen Internat unterzubringen.

Kit wächst heran und versucht seinen Wunschtraum, Chirurg zu werden, zu erfüllen. Ein Chirurg hat seiner Kindheitsfreundin einmal das Leben retten können. Seine Mutter Dora findet Kit im Internat. Sie versucht sein Herz zu gewinnen, indem sie ihm alles kauft, was er sich wünscht. Doch Kit erkennt in ihr eine traurige und erbärmliche Kreatur. Er kehrt zu seinem Vater zurück, mittlerweile als ausgebildeter Chirurg. Vater und Sohn bewundern sich gegenseitig. Sorrell hat mittlerweile eine Frau gefunden, mit der er lebt. An seinem Sterbebett schickt er seinen Sohn in ein Leben voll erfüllender Liebe, das dem Dienst an der Menschheit gewidmet sein soll.

Titel Hauptmann Sorrell und sein Sohn : Roman / Warwick Deeping. Aus d. Engl. übertr. von Curt Thesing
Person(en) Deeping, Warwick ; Thesing, Curt
Verleger [Stuttgart] : Stuttgarter Hausbücherei
Erscheinungsjahr [1959]
Umfang/Format 427 S. ; 8
Einheitssachtitel Sorrell and son ‹dt›
Anmerkungen Lizenz d. Scherz Verl., Bern
Zustand gut erhalten, kein Schutzumschlag
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/hauptmann-sorrell-und-sein-sohn-p-1695.html

Louise A. Stinetorf: Ärztin im Urwald


Ellen Burton kam Anfang des 20. Jahrhunderts als medizinische Missionarin in den Kongo, mit wenig Ahnung von Theologie und Medizin, bewaffnet lediglich mit einem gewissen Sinn für Humor, einer frappierenden Fähigkeit, mit dem Skalpell in der Hand zu beten, und mit einer Liebe zu den Menschen, die nicht vor der Hautfarbe halt machte.

Schon am ersten Tag auf der Missionsstation weit im Inneren hört sie die Mahnung: "Sie dürfen am Morgen nie vergessen, die Schlangen und Skorpione aus Ihren Schuhen zu schütteln - und wenn Sie es noch so eilig haben."

Mit Zähigkeit und Humor überwindet sie die Schwierigkeitn, bis sie eines Tages, ganz auf sich selbst gestellt, eine Krankenstation tief im Urwald übernimmt. Die Krankenschwester wurde so zur Ärztin mit einem vielseitigen Arbeitsgebiet: Wunden verbinden, Hebamme spielen, dies oder jenes operieren. Aber sie muss auch Nielpferde schießen, Hütten bauen und ein halbes Dutzend Eingeborenendialekte beherrschen. Mit unendlich viel Einfühlungsvermögen tritt Schwester Ellen den Einwohnern des Urwalds entgegen, und sie gewinnt dafür die Treue und Liebe dieser einfachen Menschen, für die sie schlicht "Mama" ist.

Louise A. Stinetorf konnte diese Ich-Erzählung so anschlaulich schreiben, weil sie selber lange Zeit im Kongogebiet verbracht hat. Selbsterlebtes, Erzählungen von Freunden, afrikanische Fabeln und Überlieferungen, all dies ergibt ein unvergessliches Bild des echten, noch kaum berührten Afrika.

Verfilmt 1953 mit Robert Mitchum und Susan Hayward unter dem Namen "Weiße Frau am Kongo"

Titel Ärztin im Urwald / Louise A. Stinetorf
Person(en) Stinetorf, Louise Allender
Verleger München : Goldmann
Erscheinungsjahr 1956
Umfang/Format 247 S. ; kl. 8
Gesamttitel Goldmanns gelbe Taschenbücher ; Bd. 366
Einheitssachtitel White Witch Doctor
‹dt›
Zustand gut erhalten, leichte Lesespuren im Einband, leichter Randabrieb
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/aerztin-im-urwald-p-1742.html


Ernst Wiechert: Missa sine nomine


Nach Ende des II. Weltkrieges haben die drei Freiherrenbrüder Liljecrona ihre Heimat im Osten verloren und finden sich nach unterschiedlichen Schicksalen auf einem Schloss ihrer Familie in der amerikanischen Zone. Erasmus, der Älteste, war Generalsmajor, aber wegen Krankheit nicht zum Dienst eingezogen worden. Er leidet unter dem Gefühl, die Seinen auf der Flucht verlassen zu haben. Der Zweite, Ägidius, ist der Bauer, der vielleicht am Schmerzlosesten zurückfindet in einen Alltag der Arbeit. Im Vordergrund des Buches aber steht Amadeus, der Jüngste, der durch Verrat ins Lager und unter die Tortur kam, tötete, und nun, der Menschen überdrüssig, heimkehrt und „den Glauben verloren hat“. Das Buch ist die Geschichte seiner langsamen Heilung, Wandlung, vor allem im Kontakt mit der Natur und einfachen Menschen.


Titel Missa sine nomine : Roman / Ernst Wiechert
Person(en) Wiechert, Ernst
Verleger [Gütersloh] : Bertelsmann-Lesering
Erscheinungsjahr 1957
Umfang/Format 335 S. ; 8
Anmerkungen Lizenzausg. d. Verl. Desch. München, Wien, Basel
ISBN/Einband/Preis Für Mitglieder, Halbleder mit Goldprägung
Zustand deutliche Abnutzungsspuren im Lederrücken, sonst sehr guter Zustand. Kein Schutzumschlag
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/missa-sine-nomine-p-1744.html

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