Mittwoch, November 14, 2012

Frisch ausgepackt 14.11.2012

Frida - Memoiren eines Hundes


Ich weiß nicht, was ich von diesem Band halten soll. Die Idee, ein Buch aus Sicht eines Hundes zu schreiben, ist zunächst spaßig. Der schwedische Journalist Oscar Hedlund (1933-2010) hat mehrere Bücher über Hunde geschrieben, unter anderem eben auch dies Buch über die Golden-Retriever-Dame Frida und deren ständigen Begleiter, den Labrador Svea. Beziehungsweise versucht er sich in diesem Band, in Frida hineinzuversetzen und die Welt aus ihrer Sicht zu beschreiben.

Das liest sich über weite Strecken recht amüsant, wenn auch Hedlunds Faible für philosophische und gesellschaftspolitische Themen oft die Grenze dessen sprengen, was ich persönlich für Hunde-adäquat halte. So geht das Buch gleich los mit Sveas Frage nach dem Alter. "Was ist das eigentlich, dieses ›Jung-sein<‹? Und was heißt das dann, alt zu sein." Das mag chronologisch sinnvoll sein, wirkt aber für mich nicht nach einer der vordringlichen Fragen eines Labradors. Ähnlich geht es mir später, als Frida ausführlich darüber nachdenkt, warum die Menschen ihre Umwelt so gedankenlos zerstören. Da denkt mir die gute Hündin einfach zu global.

Andere Stellen funktionieren besser, allein durch den geänderten Blickwinkel. Etwa dann, wenn Frida über das Apportieren nachdenkt und dies als Wurftraining der Menschen missinterpretiert. Und messerscharf analysiert, dass die Befehle, die die Menschen dabei von sich geben, ganz anders klingen, je nachdem, ob sie allein sind oder ob andere Zweibeiner sich in ihrer Nähe befinden.

Ein geistreiches, nachdenkenswertes Buch für alle Hundefreunde ist allemal dabei herausgekommen. Außerdem machen die zahlreichen s/w-Fotos (bis zu 3 auf jeder Doppelseite) Lust auf mehr. Ob es nun das "vergnüglichste Hundebuch der Welt" ist, wie der Verlag auf den Rückumschlag drückt, ist aber eine andere Frage.

Titel Frida : Memoiren eines Hundes / Schreibhilfe und Fotos: Oscar Hedlund. [Übers. aus dem Schwed. von Astrid Arz]
Person(en) Hedlund, Oscar
Ausgabe 4. Aufl.
Verleger München : Heyne
Erscheinungsjahr 1992
Umfang/Format 203 S. : überwiegend Ill. ; 19 cm
Gesamttitel [Heyne-Bücher / 1] Heyne-Bücher : 1, Heyne allgemeine Reihe ; Nr. 7979
Einheitssachtitel Mina bästa pinnar ‹dt›
Anmerkungen Lizenz des Verl. Rasch und Röhring, Hamburg
ISBN/Einband 3-453-03681-6 kart.
Schlagwörter Hund ; Erlebnisbericht
Zustand gut bis sehr gut erhalten, leichte Lesespuren im Rücken
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/oscar-hedlund-frida-memoiren-eines-hundes-p-1811.html

Oscar Hedlund: Frida, Svea, Fanny und all die anderen


Und gleich noch ein zweites Buch von Oscar Hedlund: Der Nachfolgeband zu "Frida" sozusagen. Diesmal ein schweres Hardcover im Großformat 22x24. Vier Jahre sind vergangen. Neu im Team der Hunde ist die Cavalier-King-Charles Spaniel-Dame Fanny, die gerade geworfen hat und sich nun um die Aufzucht vier kleiner Racker zu kümmern hat.

Wie immer vermittelt Hedlung so ganz nebenbei etliches über Verhalten und Haltung von Hunden, über die Aufzucht von Welpen und über den historischen Background der Tiere. Und wie beim ersten Band glänzt das Buch durch zahllose s/w-Fotografien. Allerdings hat Oscar Hedlund diesmal darauf verzichtet, die Rolle von Frida oder eines anderen Hundes einzunehmen und erzählt aus seiner eigenen Warte als Besitzer der Bande. Das ist nicht weniger komisch, zumal, wenn er seinen Spott über besserwisserische Hundebesitzer oder die selbsternannten Experten ausschüttet.

Wie immer für alle Hundefreunde zu empfehlen.

Titel Frida, Svea, Fanny und all die anderen : von Hunden und ihren Menschen / Oscar Hedlund. [Aus dem Schwed. von Gabriele Haefs]
Person(en) Hedlund, Oscar
Verleger Hamburg : Rasch und Röhring
Erscheinungsjahr 1993
Umfang/Format 198 S. : zahlr. Ill. ; 24 cm
Einheitssachtitel Min vilda flock ‹dt›
ISBN/Einband 3-89136-470-9 Pp.
Schlagwörter Hund ; Bildband
Zustand gut bis sehr gut erhalten
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/oscar-hedlund-frida-svea-fanny-und-all-die-anderen-p-1812.html

David Nobbs: A Bit of a Do


Der 1935 geborene David Gordon Nobbs verdiente sein Geld in erster Linie als Auftragsschreiber für englische Comedians. Daneben erschienen aber auch eine Reihe von Romanen aus seiner Feder, die teilweise zu Fernsehserien umgemodelt wurden. So wurde aus seiner Reginald Perrin-Trilogie in den 70ern eine BBC-Sitcom, und auch der hier vorliegende Band "A Bit of a Do" wurde 1989 zu einer TV-Serie gemacht.

Nobbs ist ein genauer Beobachter des Britischen Klassensystems und ein subtiler Chronist der Täuschungsversuche, mit denen die Menschen sich und die anderen zu hintergehen versuchen. So auch hier: Pauls und Jennys Hochzeit wird von zahlreichen Freunden und Verwandten belagert, die alle Lust auf ein wenig Party haben. Aber es war kaum vorauszusehen, dass die Feier, die Pauls Vater, Ted Simmock, und Jennys hinreißende Mutter Liz Rodenhurst zusammenbringt, auch auf andere Feiern in der kleinen Stadt in Yorkshire einen derart dramatische Auswirkung haben würde.

Da sind nämlich noch Teds Frau Rita und Lizs Ehemann Laurence. Oder Laurences Freund, der makellose Neville Badger. Da ist Teds Freund Rodney Silitoe. Und auch die beiden frisch Verheirateten können sich von dem Drama, dass sich langsam vor ihren Augen entfaltet, nur schwer distanzieren. Denn dafür sind sie viel zu sehr in dem Gewirr aus Liebe, Leidenschaft, Eifersucht und sozialen Ambitionen verstrickt.

Hochgradig komisch, wie sich das Chaos langsam vor aller Augen entrollt.

Titel A Bit of a Do
Person(en) Nobbs, David
Ausgabe Paperback-Edition
Verleger London: Methuen
Erscheinungsjahr 1987
Umfang/Format 346 S. ; 18 cm
Sprache Englisch
ISBN/Einband 0-41315480-7 kart
Zustand leichte Lesespuren, Besitzername/Ort/Datum auf Vortitel, sonst gut erhalten
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/david-nobbs-bit-of-do-p-1813.html

John Masefield: The box of delights


Eigentlich vor allem als Lyriker bekannt, experimentierte der englische Autor John Masefield (1878-1967) nach seinen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg auch mit dramatischen Texten und verfasste außerdem zwei mystisch beeinflusste Kinderbüchern um einen Jungen namens Kay Harker, der, als er kleiner ist, eine Hexe als Gouvernante hat. In The box of delights, auf deutsch erschienen unter dem Namen "Das wunderbare Kästchen", ist Harker bereits ein wenig älter und geht inzwischen zur Schule.

Die Geschichte spielt in den Weihnachtsferien. Das Abenteuer beginnt, als Kay von einem Besitzer eines Kasperle-Theaters ein geheimnisvolles Kästchen erhält. Der Mann warnt ihn, die Wölfe seien unterwegs. Dann verkrümelt er sich wieder in eine andere Zeit und beschließt, den Römern dabei zuzusehen, wie sie versuchen, Troja einzunehmen.

In der Stadt wird der Bischof entführt, und Kay und sein Freund Cole Hawlings haben alle Hände voll zu tun, mithilfe des Kästchens dafür zu sorgen, dass die Mitternachtsmesse in der Kathedrale der Stadt am Heiligabend tatsächlich gefeiert werden kann.

Für Leute, die an Narnia ihren Spaß hatten und nun nach der idealen Weihnachtslektüre suchen - und des Englischen mächtig sind.

Titel The box of delights / John Masefield
Person(en) Masefield, John
Ausgabe Paperback-Edition
Verleger London: Penguin Books Ltd.
Erscheinungsjahr 1968
Umfang/Format 270 S. ; 18 cm
Sprache Englisch
ISBN/Einband kartoniert
Zustand ziemlich zerlesenes Exemplar mit kleinen Knicken im Einband und auf einigen wenigen Seiten. Auch bereits deutlich nachgedunkelt. Vorbesitzername auf der Innenseite des Einbands, Buchhandelsstempel auf Vortitel.
Katalog-Link
http://www.shakespeare-and-more.com/catalog/john-masefield-the-box-of-delights-p-1814.html

Joanne Greenberg: Simple Gifts


Greenberg ist vor allem bekannt durch ihren 1964 publizierten Roman Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen, den sie unter dem Pseudonym Hannah Green veröffentlicht hat. Dieser Roman über die Heilung einer schizophrenen Jugendlichen durch die in der Schizophrenie-Behandlung wegbereitende Therapeutin Frieda Fromm-Reichmann trägt stark autobiografische Züge. Das Buch wurde alleine in der deutschen Übersetzung weit mehr als eine halbe Million Mal verkauft.

Mit "Simple Gifts" erweist sie sich als professionelle Geschichtenerzählerin, die durchaus in der Lage ist, auch fiktive Figuren so glaubwürdig zu gestalten, dass ihr Schicksal den Leser in seinen Bann zieht. In diesem Fall erzählt sie von der Familie Fleuri, die in einem der Täler am Ostende der Croom Mountains (Florida) wohnen. Ihre Hütte liegt weit ab vom Schuss und die Fleuris sind so arm, dass ihre Farm wirkt wie aus einer längst vergangenen Zeit.

Das bekommt auch die Regierung mit, die die heruntergekommene Farm als ideales Beispiel für eine "authentische" Behausung der Pionierzeit vermarkten will. Touristen sollen dorthin gekarrt werden, um dort zu erleben, wie die ersten Siedler 1880 gewohnt haben. Die Fleuris nun sind zwar arm, aber nicht doof. Authentizität und Wirklichkeit sind zwei verschiedene Paar Schuh. Und der Knall beim Zusammentreffen der Welten ist unausweichlich.

Titel Simple Gifts / Joanne Greenberg
Person(en) Greenberg, Joanne
Ausgabe Pavane, 1. Aufl. dieser Ausgabe
Verleger London: Pan Books Ltd.
Erscheinungsjahr 1988
Umfang/Format 198 S. ; 19,5 cm
Sprache Englisch
ISBN/Einband kart
Zustand Knick im vorderen Einband, Besitzername/Ort/Datum auf Vortitel, sonst gut erhalten
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/joanne-greenberg-simple-gifts-p-1815.html

Albert Camus: La Peste


Die Geschichte ist bekannt: Wir haben die 40er Jahre. In Oran/Algerien wütet die Pest. Wsa mit ein paar toten Ratten und einigen Fällen einer zunächst unbekannten Krankheit begann, weitet sich schrittweise aus. Die Stadt wird unter Quarantäne gestellt. Niemand kommt mehr heraus. Der Arzt Rieux versucht sein Bestes und streitet sich nebenbei unter anderem mit dem Pfaffen, der versucht, die Plage als Rache Gottes zu verkaufen.

Es ist einer der bedeutendsten Romane der französischen Nachkriegsliteratur und der Autor Albert Camus (1913-1960) taucht tief ein in die Absurdität des Schicksals, für das jede rationale Erklärung zu kurz greift. Die Krankheit macht vor keinem Halt, weder vor Gläubigen, noch vor Kindern.

Die vorliegende Ausgabe ist für den Schulunterricht zusammengekürzt, enthält also nicht den kompletten Text. Die Zeilen sind seitenweise nummeriert, um die Diskussion über bestimmte Textstellen zu erleichtern. Auf den ersten beiden Seiten befindet sich eine kurze Zusammenfassung über den Autor und sein Werk.

Titel La peste / Albert Camus. Présenté et annoté par Hans Bode
Person(en) Camus, Albert, Eva Krafft (Hg.)
Verleger Bielefeld : Cornelsen - Velhagen und Klasing
Erscheinungsjahr [1976?]
Umfang/Format 76 S. ; 17 cm
Gesamttitel Literarische Texte für die Oberstufe ; Text 1
ISBN/Einband 3-464-00303-5 HC.
Schlagwörter Camus, Albert: La peste ; Französischunterricht ; Gymnasium ; Oberstufe ; Lehrmittel
Zustand Besitzername auf Vortitel, einige Bleistiftanmerkungen, sonst gut erhalten
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/albert-camus-la-peste-p-1816.html

Leonie Ossowski: Neben der Zärtlichkeit


Leonie Ossowski wurde 1925 als Tochter des Gutsbesitzers Lothar von Brandenstein und der Schriftstellerin Ruth von Ostau geboren. Bei Kriegsende flüchtete sie nach Hessen, später nach Oberschwaben. Anfang der 1950er Jahre begann sie unter ihrem Pseudonym (sie heißt eigentlich Jolanthe von Brandenstein) Kurzgeschichten zu schreiben. Bei einem Besuch in der DDR bekam sie 1953 den Auftrag für ein Drehbuch zu einem Spielfilm und veröffentlichte 1958 in der DDR den Roman Stern ohne Himmel. Erst zehn Jahre später fand sie auch in der Bundesrepublik einen Verlag für ihre Texte.

"Neben der Zärtlichkeit" ist 1984 erstmals erschienen, zu einer Zeit, als selbstreflektierende Frauenromane gerade hoch im Kurs standen und Protagonistinnen wild und kompromisslos sein mussten. So auch Wanda, die Hauptfigur ihres Romans. Sie lehnt sich gegen alles auf, vor allem gegen ihre Eltern, so dass sie später in ein Internat am Bodensee gesteckt wird. Weit weg von ihren Eltern, die in der Lüneburger Heide leben.

Als sie aus dem Internat abhaut, beginnt eine lange Reise. Zunächst fährt sie zu ihrer Schwester nach Hamburg, wo sie lernt, mit fremden Männern "Liebe zu machen". Auch auf Elba, wo sie der Sonne wegen hinfährt, hält sie es nicht lange aus, geht zurück nach München und heiratet schließlich. Mit ihrem Mann Konrad macht sie eine Reise nach Peru, wird aber auch dort schnell von der Realität eingeholt. Und noch einmal läuft sie davon, fährt nach Polen, in Konrads Heimat ...

Titel Neben der Zärtlichkeit : Roman / Leonie Ossowski
Person(en) Ossowski, Leonie
Ausgabe 28. - 42. Tsd.
Verleger Frankfurt am Main : Fischer-Taschenbuch-Verl.
Erscheinungsjahr 1987
Umfang/Format 157 S. ; 18 cm
Gesamttitel Fischer ; 8029
Anmerkungen Lizenzausg. d. Hoffmann-u.-Campe-Verl., Hamburg
ISBN/Einband 3-596-28029-X kart.
Zustand sehr gut erhalten
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/leonie-ossowski-neben-der-zaertlichkeit-p-1817.html

Manfred Hättich: Weltfrieden durch Friedfertigkeit?


1983 machte der Journalist Franz Alt von sich reden, als er die Bergpredigt Jesu zu einer politischen Kampfschrift ausbaute. Angesichts des Rüstungswahnsinns ging er davon aus, nur eine radikale Umkehr könne der Menschheit noch eine Chance des Überlebens sichern. So versuchte er, eine Politik im Geist der Bergpredigt zu formulieren, was letztlich nicht anderes hieß als eine Absage an alle Formen der Gewalt - wie Jesus sie gefordert hat.

Manfred Hättich, damals Professor für Politikwissenschaften an der Uni München und Direktor der Akademie für Politische Bildung in Tutzingen, fühlte sich noch im gleichen Jahr bemüßigt, die Argumente Alts etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und unter anderem auch die Frage nach dem Jesus-Bild Alts zu stellen. Wollte Jesus tatsächlich mit seiner Bergpredigt ein politisches Manifest schaffen?

Der Verlag nennt Hättichs Antwort auf Alt einen "Appell an alle Gutgläubigen, die heutzutage der Meinung sind, man brauche selbst nur friedfertig zu sein und schon wäre man auf sicherem Wege zum Weltfrieden. Hättichs Schrift ist eine klare Analyse der politischen Gegenwart, soweit es um die Frage Krieg oder Frieden geht. Diese Streitschrift im besten Sinne will und kann der sachlichen Diskussion dienen und vor Irrwegen bewahren."

Titel Weltfrieden durch Friedfertigkeit? : Eine Antwort an Franz Alt / von Manfred Hättich
Person(en) Hättich, Manfred
Ausgabe 4. Aufl.
Verleger München : Olzog
Erscheinungsjahr 1983
Umfang/Format 95 S. ; 21 cm
ISBN/Einband 3-7892-9899-9 kart.
Schlagwörter Alt, Franz ; Frieden
Zustand zahlreiche Randbemerkungen mit Bleistift, sonst gut erhalten
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/manfred-haettich-weltfrieden-durch-friedfertigkeit-p-1818.html

Othmar Franz Lang: Warum zeigst du der Welt das Licht?


Über Othmar Franz Lang (1921-2005) weiß ich wenig mehr, als auf S.2 des Buches zu finden ist: "1921 in Wien geboren, wuchs er in einer Dienstwohnung des Wiener Jugendgerichts und -gefängnisses auf; schon als Kleinkind begegnete er daher sozialen Jugendproblemen. Nach der Schule ließen ihn zwei schwere Unfälle Zeit zu selbstständigem Nachdenken und Lesen, ehe er Drogist werden musste. Noch weniger freiwillig wurde er später Soldat. Nach dem Krieg war er Dramaturg an einem Theater und Redakteur einer Jugendzeitschrift. Seit 1953 ist Othmar Franz Lang freier Schriftsteller."

In dem Jugendroman "Warum zeigst du der Welt das Licht" erzählt Lang die Geschichte einer jungen deutschen Entwicklungshelferin, die zu den Bergbauern Boliviens geht. Dort lernt sie die unvorstellbare Armut kennen, in der die Leute dort leben. Sie bekämpft Krankheiten und kämpft dafür, dass das Dorf, in dem sie arbeitet, wenigstens eine Schule bekommt. Auch die hygienischen Verhältnisse hilft sie zu verbessern. Als sie nach zwei Jahren wieder geht, hat sie so ein klein wenig helfen können, die Situation im Dorf zu verbessern. Und hat die Menschen dort ein wenig neugierig gemacht: Was treibt eine junge Frau dazu, als Entwicklungshelferin in die Armut zu gehen und dort ihr Letztes zu geben?

Titel Warum zeigst du der Welt das Licht? : Ein Jugendroman zum Thema Entwicklungshilfe / Othmar Franz Lang
Person(en) Lang, Othmar Franz
Ausgabe Ungekürzte Ausg., 6. Aufl., 52. - 61. Tsd.
Verleger München : Deutscher Taschenbuch-Verlag
Erscheinungsjahr 1982
Umfang/Format 142 S. ; 18 cm
Gesamttitel dtv ; 7806 : dtv-Junior : dtv-Pocket
Anmerkungen Früher als: dtv ; 7299. - Lizenz d. Benziger-Verl., Zürich, Köln
ISBN/Einband/Preis 3-423-07806-5 kart.
Zustand leichter Randabrieb, sonst gut erhalten
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/othmar-franz-lang-warum-zeigst-du-der-welt-das-licht-p-1819.html

Margret Steenfatt: Nele - Ein Mädchen ist nicht zu gebrauchen


Sehr schwieriges Thema - sehr angemessen umgesetzt. Die 1935 in Hamburg geborene Margret Steenfatt hat sich auf heiße Eisen spezialisiert: Sie schreibt Kinder- und Jugendbücher, in denen sie soziale Probleme wie z.B. Rechtsradikalismus („Hass im Herzen“) oder Drogen („Immer mega – immer fun“) anspricht. Im vorliegenden Roman "Nele" geht es um Missbrauch.

"Die zwölfjährige Nele lebt mit Mutter und Stiefvater zusammen", heißt es auf dem Buchrücken. "Die zwölfjährige Nele lebt mit Mutter und Stiefvater zusammen. Ihr fehlen Liebe und Geborgenheit. Bei Wolfgang, dem Sportsfreund des Stiefvaters, glaubt sie, diese Liebe zu finden, und gerät dabei in die Gefahr, von ihm abhängig zu werden. Einfühlsam und behutsam beschriebt Margret Steenfatt die Erfahrungen eines Mädchens, das missbraucht wird, sich aber schließlich zur Wehr setzen kann."


Titel Nele : e. Mädchen ist nicht zu gebrauchen / Margret Steenfatt
Person(en) Steenfatt, Margret
Ausgabe Original-Ausgabe
Verleger Reinbek bei Hamburg : Rowohlt
Erscheinungsjahr 1986
Umfang/Format 141 S. ; 19 cm
Gesamttitel Rororo-Rotfuchs ; 437
ISBN/Einband/Preis 3-499-20437-1 kart.
Zustand Leichter Randabrieb, sonst gut erhalten
Katalog-Linkhttp://www.shakespeare-and-more.com/catalog/margret-steenfatt-nele-ein-maedchen-ist-nicht-zu-gebrauchen-p-1820.html

Kommentare:

  1. Ich glaube, "Frida - Memoiren eines Hundes", darf man nicht nur aus der Sicht des Hundes sehen. Vielleicht ist es nur meine Interpretation von dem was ich jetzt darüber lesen konnte - von dir. Doch für mich wäre der Hund eine Form der Metapher, fast schon Fabelähnlich. Damit dieses Buch einen Sinn erfüllt, den wir auf uns Menschen anwenden können. Denn wenn ein Hund sich derartige Fragen stellt, warum dann nicht auch wir? Und sollten wir uns nicht vielleicht sogar diese Fragen stellen?

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  2. Gebe ich dir sofort Recht, Jharal! Ich glaube, Hedlund hat mit seinem Buch etwas ähnliches versucht wie damals Erich Scheuermann mit seinem "Papalagi". Ich finde nur, dass er die Sicht seines Hundes dabei arg überstrapaziert. Denn der Hund, Frida, ist ja real, wie die zahlreichen Fotos des Buches beweisen. Aber die Gedanken, die Hedlund ihm in den Mund legt, sind dann zuweilen doch sehr menschlich.

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