Samstag, August 18, 2012

Bloggen wie ein Rockstar?

Eben trudelte Jessica Swansons neuer Post bei mir ein. Jessica hat sich auf die Beratung vor allem kleiner Firmen konzentriert und plant mit denen zusammen schlagkräftige Marketing-Kampagnen. Und das weltweit. Für den Dienst sitepronews.com bricht sie Marketing-Konzepte auf ein einfaches Maß runter und macht sie so auch für Einsteiger durchschaubar. Es lohnt sich ohnehin, sitepronews zu abonnieren. Der Werbeanteil hält sich in Grenzen, täglich gibt es frische Tipps aus der Szene, rund um Blogs und den täglichen Kampf mit Google.

Ihr aktueller Beitrag "Bloggen wie ein Rockstar" liest sich wie eine Einführung in redaktionelles Online-Schreiben. Die 21 Tipps, die sie gibt, sind nicht neu, aber elementar. Darin grast sie alles ab,
  • von der optimalen Überschrift für einen Blogbeitrag
  • über den wichtigen ersten Absatz,
  • über die berüchtigten Scan-Leser und die Frage, wie man ihnen entgegenkommt
  • bis hin zum Schreiben für Google.
Ein kurzgefasstes Rundumpaket, das sich vor Augen zu führen sich lohnt. Basics für Blogger - aber so klar zusammengefasst, dass es Jessica alle Ehre macht.

Gerade in den Punkten "Nutzen von Listen, Fett- und Kursivschrift" merke ich, dass ich zwar seit Langem weiß, dass dies sinnvoll ist, mache aber viel zu selten selbst Gebrauch davon. Für Scan-Leser, die sich schnell einen Überblick verschaffen wollen, worum es in einem Text geht, wäre das jedoch ideal. So klaffen Ideal und Wirklichkeit oft noch auseinander. Tut gut, wenn Jessica da ihren Finger in die Wunden legt, bis sich ein bestimmter Stil wirklich verfestigt hat.

Als ich gestern Heather James Schreiben mit Kleinkindern: ein 10-Schritte-Programm postete, dachte ich noch darüber nach, warum derart viele Blogger derzeit mit Listen an den Start gehen. (Zumal Heather besonders kreativ mit diesen Listen umging, indem sie im Titel ein 10-Punkte-Programm ankündigte, dass dann de facto aus 7 Ideen bestand.) Heute beim Lesen von Jessicas Beitrag machte das gleich an mehreren Stellen Sinn, auf die ich gestern gar nicht kam. So fügt sich eins zum anderen.

Hier geht's zu Jessicas Blogbeitrag auf sitepronews.com: "How to blog like a rockstar".

Freitag, August 17, 2012

Schreiben mit Kleinkindern: ein 10-Schritte-Programm

Zwar bin ich selbst aus dem Alter heraus, mich um die Aufzucht von Kleinkindern kümmern zu müssen, während ich gleichzeitig mein Tagespensum an Romanseiten zu Papier bringen will. Aber ich kenne eine Reihe von Autorinnen, die sich genau in der Situation befinden. Insofern teile ich hier an dieser Stelle gern den Link zu Heather James Blog Wordserve Water Cooler. Dort verrät sie zehn Schritte, Schreiben und Kinderaufziehen unter einen Hut zu bringen. Es könnte ganz nützlich sein, sich ein paar ihrer Tipps anzusehen, vor allem, wenn der Abgabetermin für einen Text sich nähere und die Kinder - aus welchen Gründen auch immer - gerade alle Zeit absorbieren, die zur Verfügung steht.

Ihr Stil ist dabei witzig und nicht immer hundertprozentig ernst zu nehmen. Etwa, wenn sie empfiehlt, die Chicken Nuggets oder die Hot Dogs nicht mit schlechtem Gewissen vor die irritierten Kinder zu stellen, sondern damit zu erklären, sie als Mutter sei einfach cool. Und die Schritte 5-7 lässt sie aus - weil sie in Schritt 4 beschlossen hat, sich in Zukunft von allen Extra-Aufgaben und allem Überflüssigen zu befreien.

Manche ihrer Tipps sind in meinen Augen eher fragwürdig. Macht es wirklich Sinn, auf die Tränendrüse zu drücken, um sich ein wenig freie Zeit zum Schreiben zu ergaunern? Aus meiner Sicht als Mann kommen mir da sofort unzählige Techniken aus "Shades of grey", mit denen ich so einem Verhalten begegnen würde.

Hilfreicher dagegen, eine gesunde Distanz zu allen Social Media zu entwickeln. Facebook, Twitter und Pinterest können dir wunderbar deine Zeit stehlen, sind aber erstaunlich unfähig im Bettenmachen, Wäschewaschen und Kochen. Vielleicht würde ich nicht so weit gehen wie Heather, wenn sie sagt, "Pinterest ist der Teufel". Aber im Prinzip hat sie schon recht.

Und was auf jeden Fall auch helfen kann, ist der Kontakt zu anderen schreibenden Müttern. Enorm beruhigend zu sehen, dass manche Frauen keine Schwierigkeiten damit haben, das Putzen von Fensterscheiben auch mal um ein oder zwei Jahre zu verschieben. Solche Einblicke schaffen Solidarität und beruhigen ungemein.

Letztlich schafft Heather James mit ihrem Post vor allem eines: Sich selbst nicht mehr übermäßig ernst zu nehmen und über die kleinen und größeren Pannen im Leben einer doppelbelasteten Mutter zu lachen, statt sich über sich selbst zu grämen.



Joanne Brothwell über ihre Erkenntnisse als Autorin

Joanne Brothwell, Autorin von "Stealing Breath", über ihre Erkenntnisse als Autorin: "7 Dinge, die ich bis jetzt gelernt habe" ist eine Serie bei writersdigest.com, in der Autoren über ihre Erfahrungen beim Schreiben interviewt werden. Was
Joanne erzählt, dürfte vor allem jungen Autoren interessieren. Hier ihre Liste in Kurzform:

  1. Lerne das Handwerk. Viel Zeit lässt sich sparen, wenn man von vornherein weiß, was man tut.
  2. Je eher wir begreifen, dass Überarbeiten ein wichtiger (und langwieriger) Teil des Schreibprozesses ist, desto eher werden wir Skripte abliefern, die sich auch verkaufen lassen.
  3. Keiner mag es, wenn sein Baby vor seinen Augen zerfetzt wird. Trotzdem: Such dir kritische Leser. Selbst, wenn du sie am liebsten anschließend für ihre Kritik von deiner FB-Freundesliste streichen willst, helfen sie dir herauszufinden, was am Text nicht funktioniert.
  4. Sei nicht defensiv. Oft haben wir gute Gründe, mit denen wir unseren Kritikern erklären, warum wir einen Text so und nicht anders schreiben. Nur: Das interessiert gar nicht. Kritiker helfen uns, zu sehen, wo die Probleme liegen. Wenn wir das wegrationalisieren, helfen wir uns nicht!
  5. Höre auf deinen Bauch. Du musst deine eigene Stimme finden, und das klappt nur, wenn du aller Kritik zum Trotz deinen eigenen Weg findest. Verdaue jede Kritik, damit du später wirklich entscheiden kannst, was du ändern musst und was so stehen bleiben kann.
  6. Viele Autoren sind introvertiert. Tu einfach so, als wärst du es nicht. Das klappt schon. Such dir Gelegenheiten, mit anderen ins Gespräch über dein Buch zu kommen.
  7. Pass auf, dass deine Schreibleidenschaft nicht zum Feind deiner Freunde und Familie wird. Die Lieben kommen immer, immer zuerst.

Hier gehts zum (englischsprachigen) Blogpost, in dem sie ausführlich erklärt, warum sie diese Punkte herausstellt: writersdigest.com/editor-blogs/guide-to-literary-agents/open-done-joanne-brothwell-7-things

Donnerstag, August 16, 2012

Dialog als Opener für Kurzgeschichten?

Beim Schmökern in meinen Lieblingsblogs bin ich auf einen spannenden Beitrag von Benjamin Percy gestoßen, der sich Gedanken über Dialoge als Opener für Kurzgeschichten macht. Um es gleich zu sagen: Er ist bös dagegen.

Percy hat langjährige Erfahrungen als Autor hinter sich. "The Wilding" erschien bereits 2010, sein neuer Roman "Red Moon" soll nächstes Jahr herauskommen und wird jetzt schon wild beworben. Angefangen hat er jedoch mit zwei Bänden mit Kurzgeschichten, "Refresh, Refresh" und "The Language of Elk". Im Deutschen liegt er bisher nicht vor, dafür haben ihn die Franzosen bereits entdeckt.

Aber zurück zum Thema: Für Percy sind Leser von Kurzgeschichten ähnlich gestrickt wie Leute, die gerade aus einem längeren Koma aufwachen. Bevor sie klar sehen können, schwirren ihnen schon eine ganze Reihe Fragen durch den Kopf: "Wo bin ich? Welchen Tag haben wir heute? Wer bin ich?" Percys Ansicht nach liegt es in der Aufgabe eines Autoren, diese Fragen möglichst zügig zu beantworten und dem Leser so Orientierung zu geben.

Also geht es darum, erst einmal mit allen fünf Sinnen ein Setting einzurichten. Percy zeigt das eindrucksvoll am Beispiel eines kleinen Teenagers, der auf einem Mähdrescher sitzt, ein Handy am Ohr, und sich unterhält. Sobald der Leser weiß, wer der Junge ist, wie er aussieht, was er tut, kann durch einen Dialog Spannung aufgebaut werden. Derselbe Dialog am Anfang eines Textes würde verpuffen.

Auch wenn viele, gerade junge Autoren der Ansicht sind, mit einem Dialog gleich mitten in die Geschichte hineinzuspringen, rät Benjamin Percy also dringend davon ab. Sich aus der realen Welt mit ihren unzähligen Ablenkungen in die kleine Welt einer Kurzgeschichte zu begegebn, sei immerhin schon schwierig genug. Machen wir es den Lesern nicht komplizierter als unbedingt nötig.

Hier geht's zum (englischsprachigen) Originalpost von Benjamin Percy: glimmertrain.com/b67percy.html

Freitag, August 10, 2012

Stell dir vor, du kannst ein Leben retten

Noch gestern habe ich auf meiner Homepage über das Sterben kleiner, unabhängiger Buchhandlungen lamentiert. Die großen Ketten verdrängen die Einzelhändler, allein schon, weil sie viel mehr Bücher vorrätig haben. Das kommt unserem Hang nach "Befriedigung sofort" nach. Wir wollen nicht auf Bücher warten, wir wollen sie mitnehmen. Und zwar sofort.

Dies dürfte auch einer der Hauptgründe sein, warum eBooks den Markt so schnell erobern, obwohl das haptische Erlebnis weitgehend wegfällt und sie im Bücherregal einfach jämmerlich aussehen. Aber der Vorteil ist unübersehbar: Kaum habe ich einen Titel entdeckt, der mich interessiert, habe ich ihn auch schon heruntergeladen und kann ihn lesen. Das kommt unserem Bedürfnis entgegen. Wir eilen durch in eine schnelllebige Zeit.

Und dann ist da noch das Phänomen Amazon. Dass die Bücher an unsere Haustür gebracht werden, ist nur einer der Punkte, die scheinbar für diesen Giganten am Markt sprechen. Während uns die Buchhändler um die Ecke oft mit der Information nach Hause schicken, ein Buch sei nicht (mehr) lieferbar, findet sich bei Amazon so ziemlich alles. Bücher, die erst in Monaten erscheinen, kann ich vorbestellen; Verlage, von denen mein Händler noch nie gehört hat, erreiche ich mit einem Klick; Bücher, die schon seit Jahren nicht mehr verlegt werden, werden bei der Suche genauso angezeigt (und sind meistens über irgendeinen privaten Anbieter via Amazon zu beziehen).

Kein Wunder, dass die kleinen, unabhängigen Buchläden da nicht mithalten können und langsam sterben wie die Pflanzen auf meiner Fensterbank. (Ich bemühe mich wirklich um einen grünen Daumen - aber die meisten Blumen geben mir deutlich zu verstehen, ich solle ihnen lieber die Freiheit schenken.) Heute las ich im Blog von Sarah Callender den nachdenkenswerten Beitrag: "Rette ein Leben: Selbstverpflichtung gegenüber den kleinen, unabhängigen Buchläden". Darin vergleicht sie den Gang zum kleinen Buchhändler um die Ecke mit einer Blutspende. Jedes Buch, dass nicht bei einem der gesichtslosen Buchgigangten, sondern bei einem gelernten Bucheinzelhändler gekauft wird, rettet ein Stück unserer Lebenskultur. Jedes Buch hilft, eine aussterbende Zunft zu retten.

Das ist weniger altruistisch, als es vielleicht klingt. Versucht einfach einmal ein Fachgespräch über einen Autoren jenseits des Mainstreams wahlweise mit einem Buchhändler und einem Angestellten einer Kette. (Womit nicht gesagt ist, dass Angestellte von Thalia, Hugendubel oder Co. nicht ausgesprochen nette Leute sein können.) Oder, zweites Experiment: Versucht einmal, ein Buch aus einem Kleinverlag wie Kulturmaschine oder Freunscht Media zu kaufen.

Spätestens beim zweiten Experiment wird das Desaster deutlich: Die großen Ketten sind an Barsortimenter wie KNO/K&V, Libri, Umbreit, IBU oder Könemann angeschlossen und können genau jene Bücher besorgen, die dieser Barsortimenter im Angebot hat - d.h., deren Verträgen sich die Verlage unterworfen haben. Dass nicht alle Verlage bereits sind, 55% des Nettoladenpreises an die Grossisten abzudrücken, muss ich vielleicht nicht extra erwähnen. Übrigens ist Amazon da nicht deutlich preiswerter, so dass Verlage zuweilen auch ernsthaft darüber nachdenken, ihre Bücher dort nicht einzustellen. Mit anderen Worten: Der Kampf um die Prozente, der sich im Hintergrund des Buchgeschäfts abspielt, ist zuweilen mörderisch. Und mit jedem Buch, das wir in einer Kette oder direkt via Amazon kaufen, unterstützen wir ein System, das für Individualität kaum Platz lässt.

Sarah Callender nennt in ihrem oben zitierten Blogbeitrag noch eine ganze Reihe anderer guter Gründe, ab und zu, vielleicht einmal im Monat, ein Buch bei einer kleinen, unabhängigen Buchhandlung zu kaufen. Zum Beispiel das Argument, dass du zu einem unabhängigen Händler eine persönliche Beziehung aufbauen kannst. Er kennt mit der Zeit deinen Geschmack und kann dir Tipps geben. Du bleibst mit ihm im Gespräch, erzählst, was du von einem bei ihm gekauften Buch hältst, und so werden seine Vorschläge immer punktgenauer. (Versuch das mal über "Amazon empfiehlt". Seit ich "Shades of grey" gekauft habe, werde ich mit Vorschlägen für SM-Romane überschüttet.)

Auch haben kleine Buchhandlungen oft noch ihre eigene Ausstrahlung und bringen ein wenig Farbe ins austauschbare Gesicht von Ladenpassagen und Shopping-Center. Mittlerweile kannst du doch in jeder beliebigen Großstadt Deutschlands in der Einkaufspassage ausgesetzt werden, ohne den geringsten Hinweis darauf, wo du dich befindest. Überall die gleichen Ladenketten mit den gleichen Schaufenstern. Was für eine Wohltat, da noch einen kleinen, unabhängigen Buchladen zu finden und für einen Moment aus dem Stress des hektischen Treibens auszubrechen. Solche Läden sind Unikate, und die besseren von ihnen geben dir sogar einen guten Eindruck von der Mentalität einer Stadt, in der du dich befindest. Früher bin ich, wenn ich in eine neue Stadt kam, gern in eine der Buchhandlungen gegangen, weil ich neugierig war, was es dort zu finden gäbe. Bei einer Weltbild-Filiale lohnt das nicht wirklich.

Nicht zuletzt beschreibt Sarah die Indie-Buchläden als Brutkästen: "Bücher, oft auch Musik oder sogar ein Kaffee, Gespräche, Debatten - sie alle finden in den unabhängigen Buchhandlungen ihren Platz. Wir werden informiert, auf den neusten Stand gebracht und erhellt. Die kleinen Buchhandlungen stellen uns Orte zur Verfügung, in denen unser Verstand wachsen kann, wo Ideen entstehen und Kunst greifbar wird. Hier werden Buch-Leser herangezogen. Und die Welt braucht mehr Leser." Wenn dies schon fast wie eine Utopie klingt, dann doch wenigstens wie eine, die umzusetzen sich lohnt. Aber das erfordert einen gewissen Einsatz.

Sarah hat deswegen für sich eine Selbstverpflichtung aufgesetzt: Wenigstens einmal im Monat will sie ein Buch bei einer unabhängigen Buchhandlung kaufen. Das ist in Ländern, in denen es keine Preisbindung gibt, noch ein wenig heroischer als bei uns in Deutschland. Aber die Idee ist gut. Denn Leser sind in aller Regel auch Träumer. Leute, die sich nach einer besseren Welt sehnen und die auf die ganze Orwell-Matsche, in die wir uns derzeit hineinbewegen, keine Lust haben. Tun wir also etwas dafür, dass unsere Utopien wahr werden. Retten wir ein Leben. Das einer unabhängigen Buchhandlung.

Donnerstag, August 09, 2012

Katzenbücher - Lamento



Da ich selber Katzenfan bin, wollte ich an dieser Stelle regelmäßig über neue Katzenbücher berichten. Bisher hat das nur selten geklappt. In diesem August wollte ich mal wieder einen Versuch unternehmen, schreckte aber vor der Schwemme von Neuerscheinungen zurück. Zahllose Autoren von Kleinst- und Selbstverlagen haben sich auf das Thema Katzen gestürzt. Dazu kommen etliche eBooks. Und die obligatorischen Katzen-Kalender. Keine Chance, da den Überblick zu bewahren.

Während die großen Verlage wenigstens noch Leseproben auf ihre Seiten stellen, ist bei den Kleinverlagen nicht viel zu holen. Zuweilen aus gutem Grund. Womit ich nicht alle derzeit aus dem Boden sprießenden Verlage unter Generalverdacht stellen will. Aber ich bin doch häufiger als erwartet mit deren Produkten auf die Nase gefallen. Und nun habe ich das Problem: Wo ziehe ich die Grenze zwischen dem, was mir berichtenswert erscheint, und dem, was man getrost vergessen kann? Und: Lohnt es, den Titeln lange nachzurecherchieren?

 Dabei sollte ich die Klappe wahrscheinlich nicht allzu weit aufreißen, denn der Freunscht Media Verlag, bei dem gerade mein "Ende der Leichtigkeit" erschienen ist, zeichnet sich derzeit auch noch nicht unbedingt als großer Publikumsverlag aus. Allerdings habe ich in diesem Jahr auch schon bei Anthologien mitgewirkt, die mir im Nachhinein ein wenig peinlich sind. Ich mag Hobbyautoren, doch war "Verlegt werden" früher noch ein gewisses Qualitätskriterium. Mittlerweile haben immer mehr gerade kleine Verlage begriffen, dass man mit Autoren durchaus auch Geld machen kann, wenn man das richtige Konzept hat.

Über den Dammbruch-Effekt des Amazon-DirektPublishings will ich an dieser Stelle gar nicht reden. Das hat sicher auch mit der Wirtschaftslage zu tun. Die Hoffnung, mit Selbstgeschriebenen ein paar Euro dazuzuverdienen, ist für viele reizvoll. Und irgendein Skript haben doch etliche noch in der Schublade. Bücher über Katzen bieten sich geradezu an. Katzenfans gibt es zuhauf. Und berichtenswerte Erlebnisse mit seinem vierbeinigen Fellknäuel hat auch fast jeder.

Um es kurz zu machen: Über alle Neuerscheinungen bei Katzenbüchern inhaltlich berichten zu wollen, ist fast unmöglich geworden. Wenn, dann funktioniert das höchstens noch in Form von Listen, wie ich es im Juni beim ersten Schwung Katzenkalendern einmal probehalber gemacht habe. Aber wem helfen solche Listen weiter? Ich werde mich deswegen in Zukunft darauf beschränken, ab und zu einmal ein Katzenbuch, das mir gefallen hat, in einer Einzelrezension vorzustellen. C'est tout.

Für die von euch, die selber bloggen: Wie geht ihr mit der Flut neuer Autoren um? Kümmert ihr euch überhaupt darum, oder lasst ihr sie links liegen? Und für alle anderen, gerade die Katzenfans: Wie wuselt ihr euch durch den Dschungel an Neuerscheinungen? Würde es euch helfen, hier regelmäßig über neue Katzenbücher informiert zu werden? Was erwartet ihr von einem Bücherblog?

Mittwoch, August 08, 2012

Rezensionsexemplare für Bücherblogger

Gerade habe ich erfahren, dass meine Verlegerin Rezensionsexemplare meines aktuellen Romans "Das Ende der Leichtigkeit" an Bücherblogger auf den Markt wirft. Unter folgender URL könnt ihr Anfragen an sie senden - und natürlich auch noch mal sehen, worum es in dem Roman eigentlich geht. Über den Link kommt ihr auf die Verlagshomepage, auf der der Roman gelistet ist. Dort könnt ihr unten auf der Seite im Kontaktformular kurz angeben, für welchen Bücherblog ihr schreibt und freundlich nachfragen, ob sie euch ein Exemplar spendiert:
www.freunscht-media.de/epages/62850845.sf/

Ansonsten verweise ich einfach mal auf meinen Blogbeitrag zum Buch:
rezensionen-sam.blogspot.de/2012/07/norbert-kruger-das-ende-der.html
sowie auf die Facebook-Seite zum Roman:
http://www.facebook.com/DasEndeDerLeichtigkeit

Ich würde mich freuen, wenn ihr folgenden Link teilt und in der Bloggerszene weiterleitet.

Und natürlich freue ich mich über jede Rezension, von der ich erfahre.

Sonntag, August 05, 2012

Neuerscheinungen rund um Shakespeare, August 2012

Und wieder eine neue Runde Shakespeare, der niemals sterbende Barde aus Stratford. Eine Nacherzählung für Kids, Schulmaterial - wie immer -, Wissenschaftliches auch - all das bietet der August. Nicht immer gelingt es mir, herauszufinden, was sich hinter den Titeln wirklich verbirgt. Schwache Leistung der Verlage, die sich oft darauf beschränken, lediglich den Titel an die Händler weiterzuleiten. Als ob das allein jemanden zum Kauf animieren könnte. Aber gut, hier sind sie, die Neuerscheinungen des Monats:

Barbara Kindermann/Julia Nüsch: Der Kaufmann von Venedig


Shakespeares grandiose Komödie über Liebe, Hass, Freundschaft, Geldgier und Rache wird in der Reihe Weltliteratur für Kinder von Barbara Kindermann als packende Abenteuergeschichte neu erzählt. Julia Nüschs dichte, athmosphärische Zeichnungen erwecken sowohl das Märchenschloss Belmont als auch das Venedig des 16. Jahrhunderts mit viel Charme zum Leben.

Bassanio, ein armer Edelmann in Venedig, möchte um die Hand der reichen und begehrten Erbin Porzia in Belmont anhalten, doch fehlt ihm das nötige Kleingeld dazu. Also bittet er seinen reichen Freund Antonio um Hilfe. Doch das Vermögen des Kaufmanns ist auf all seinen Schiffen auf den Weltmeeren unterwegs. So muss sich Antonio selbst Geld leihen, um Bassanio helfen zu können. Ausgerechnet bei seinem Erzfeind, dem Juden Shylock, nimmt er einen Kredit auf und unterzeichnet einen Schuldschein, der an grausame Bedingungen geknüpft ist. Wird es Antonio gelingen, die geliehenen 3000 Dukaten rechtzeitig zurückzuzahlen? Und wie steht es mit Bassanios Werbung um die schöne Porzia? Denn diese darf laut Testament ihres Vaters nur denjenigen heiraten, der unter drei Kästchen - golden, silbern und bleiern - das richtige auswählt ...

Titel Der Kaufmann von Venedig : nach William Shakespeare / neu erzählt von Barbara Kindermann. Mit Bildern von Julia Nüsch
Person(en) Kindermann, Barbara ; Julia Nüsch
Shakespeare, William
Ausgabe 1. Aufl.
Verleger Berlin : Kindermann
Erscheinungstermin August 2012
Umfang/Format 36 S. : zahlr. Ill. ; 31 cm, 480 g
Gesamttitel Weltliteratur für Kinder
ISBN/Einband/Preis 978-3934029491 Hgewebe : EUR 15.50 (DE), sfr 22.50 (freier Pr.)
EAN 9783934029491
Sprache(n) Deutsch (ger)
Schlagwörter William Shakespeare; Der Kaufmann von Venedig; Kinderbuch


Viewfinder New Edition plus Shakespeare


Die neuen­ Themen­­hefte­­ biete­­n gezieltes Kompetenztraining auf acht zusätzlichen Seiten, auf CD-ROM und als Download.

Students’ Book plus Competence Training
In jedem Students’ Book finden die Lernenden jetzt auf acht zusätzlichen Seiten detaillierte Anleitungen zu einem effektiven Fertigkeiten- und Kompetenztraining:
  • Language Skills: Speaking – Listening – Reading – Writing
  • Einer Definition der wesentlichen Kompetenzen folgt die Zusammenstellung der Texte und Aufgaben, die sich für das Training der einzelnen Fertigkeiten eignen. Im Fokus stehen dabei die für den Unterricht relevanten Hörverstehensübungen, die Arbeit mit audiovisuellen Medien sowie Vortrags- und Präsentationstechniken.
  • Intercultural Skills
  • Die interkulturelle Kompetenz wird unter zwei Aspekten beleuchtet: Zum einen geht es um die sprachliche Vermittlung zwischen zwei Ländern, Kulturen o.ä. (translation, interpreting, conveying the sense), zum anderen um die „soziologische Komponente“ im Umgang mit anderen Kulturen.
  • Revision
  • Die inhaltliche Aufarbeitung des Hauptthemas, aufgeschlüsselt nach Themenfeldern, eignet sich hervorragend zur Prüfungsvorbereitung.
  • Inhaltsverzeichnis der Reference Library
  • Die komplette Reference Library befindet sich auf der CD-ROM im Resource Book oder kann – speziell von Lernenden - kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden.
Titel Viewfinder New Edition plus Shakespeare. Students' Book
Verleger München : Langenscheidt ELT
Erscheinungsjahr 2012
Gesamttitel Viewfinder Topics – New Edition plus
ISBN/Einband/Preis 978-3-526-51072-7 Pb. : EUR 9.95 (DE), EUR 10.30 (AT), sfr 16.90 (freier Pr.)
3-526-51072-5
EAN 9783526510727
Sprache(n) Deutsch
Sachgruppe(n) Sprache, Linguistik
Erscheinungstermin August 2012

Romeo and Juliet: Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben mit Lösungen


Königs Erläuterungen Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben Das spart dir lästiges Recherchieren und kostet weniger Zeit zur Vorbereitung .
In einem Band bieten dir die neuen Königs Erläuterungen ALLES, was du zur Vorbereitung auf Referat, Klausur, Abitur oder Matura benötigst.

Alle wichtigen Infos zur Interpretation...
  • von der ausführlichen Inhaltsangabe über Infos zu Leben und Werk bis zu Stil und Sprache
    u. v. m.
  • plus 4 Abituraufgaben mit Musterlösungen und 2 weitere zum kostenlosen Download

... findest du kurz und knapp aber auch ausführlich
  • Die Schnellübersicht fasst alle wesentlichen Infos zu Werk und Autor zusammen.
  • Die Kapitelzusammenfassungen zeigen dir das Wichtigste eines Kapitels im Überblick ideal auch zum Wiederholen.
  • Das Stichwortregister ermöglicht dir schnelles Finden wichtiger Textstellen.

... und klar strukturiert
  • Ein zweifarbiges Layout hilft dir Wesentliches einfacher und schneller zu erfassen.
  • Die Randspalte mit Schlüsselbegriffen gibt dir bessere Orientierung beim Suchen wichtiger Textstellen.
  • Klar strukturierte Schaubilder zeigen dir wichtige Sachverhalte auf einen Blick.

... mit weiteren extra Abituraufgaben und vielen zusätzlichen Infos zum kostenlosen Download.

Titel Romeo and Juliet: Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben mit Lösungen / William Shakespeare
Person(en) Shakespeare, William ; Kutscher, Tamara [Bearb.]
Ausgabe 1., Aufl.
Verleger Hollfeld : Bange, C
Erscheinungstermin 15. August 2012
Umfang/Format 110 S. ; 180 mm x 130 mm
Gesamttitel Königs Erläuterungen und Materialien ; 55
ISBN/Einband/Preis 978-3-8044-1994-0 Kart. : EUR 7.90 (DE), EUR 8.20 (AT)
EAN 9783804419940
Sprache(n) Deutsch (ger), Englisch (eng)

Shakespeares Dramen als Geschichten mit Bildern Teil I: Königsdramen und Tragödien


Shakespeare Dramen zu kennen, gehört zur Allgemeinbildung, doch sie im Original zu lesen, fehlt es oft an Zeit und der alte Text erschwert den Zugang.

So ist der vorliegende Band als Einführung in das erstaunliche und zeitlose Werk Shakespeares zu verstehen. Erleichtert wird dieser Zugang durch mehr als 260 Illustrationen des John Gilbert, die kongenial den Text umsetzen.

Titel Shakespeares Dramen als Geschichten mit Bildern Teil I: Königsdramen und Tragödien / Niels Hermann
Person(en) Hermann, Niels
Ausgabe 1., neue Ausg.
Verleger Berlin : Kloeden, v
Erscheinungsjahr 2012
Umfang/Format 181 S. : 261 Zeichnungen, 261 Zeichnungen ; 210 mm x 140 mm, Kartoniert (TB)
ISBN/Einband/Preis 978-3-920564-56-2 Pb. : ca. EUR 12.80 (DE), ca. EUR 13.20 (AT)
EAN 9783920564562


Friedrich Hildebrand von Einsiedel: Grundlinien zu einer Theorie der Schauspielkunst: Nebst einer Analyse einer komischen und einer tragischen Rolle, Falstaf und Hamlet von Shakespeare


Mit "Grundlinien zu einer Theorie der Schauspielkunst" legt Friedrich Hildebrand von Einsiedel († 9. Juli 1828 in Jena) eine Reihe von Skizzen vor, die als Anregung für eine Verbesserung der Schauspielausbildung zu verstehen sind. Differenziert nähert sich Einsiedel der Thematik, ist es doch schwierig, eine künstlerische Darstellungsform, die von einem hohen Individualismus geprägt ist, in ein theoretisches Gefüge pressen zu wollen. Doch genau deswegen überzeugt Einsiedel - er sensibilisiert Schauspieler und Ausbilder gleichermaßen für ihr Tun, ohne eine einzige Idee als den einzig wahren Weg vorgeben zu wollen.

Der Unikum-Verlag befasst sich maßgeblich mit der Herstellung qualitativ hochwertiger Reprints verschollener oder vergessener Texte aller Disziplinen. Derzeit sind etwa 600 Titel lieferbar.

Titel Grundlinien zu einer Theorie der Schauspielkunst: Nebst einer Analyse einer komischen und einer tragischen Rolle, Falstaf und Hamlet von Shakespeare / Friedrich Hildebrand von Einsiedel
Person(en) Einsiedel, Friedrich Hildebrand von
Ausgabe 1., neue Ausg.
Verleger Bremen : Unikum
Erscheinungstermin August 2012
Umfang/Format 140 S.
ISBN/Einband/Preis 3845744626, EUR 29,90 (DE)
EAN 9783845744629

Freitag, August 03, 2012

KrimiZeit Bestenliste August 2012

Ringtausch auf den vorderen Plätzen der KrimiZeit Bestenliste August 2012, dafür ein paar vielversprechende Neueinsteiger in den Listenplätzen 7-10. Genau das Richtige für die warmen Lesetage im August.
Wie immer wird die KrimiZeit Bestenliste von mir ergänzt um die vollständigen bibliografischen Angaben, durch Links zu Lese- und ggf. Hörproben und zu parallelen Ausgaben (eBooks und Hörbücher) - sowie um die etwas aussagekräftigeren Verlagsangaben zum Inhalt.

1(1)

Daniel Woodrell: Der Tod von Sweet Mister


Eine aufwühlende Familiengeschichte und zugleich ein dunkles Märchen über das Erwachsenwerden. Daniel Woodrell schildert eindrucksvoll das Schicksal eines Jungen, der zu früh die Nachtseiten des Lebens kennenlernt und hierüber seine Unschuld verliert.

Ein Sommer wie ein schleichender Übergang ins Verhängnis. Der dreizehnjährige Shug Akins wächst auf dem weiten Ozark-Plateau im Süden Missouris heran, ein Außenseiter inmitten der maroden Sehnsüchte des amerikanischen Hinterlands. Seine Mutter Glenda, eine verblühende Schönheit, hängt an der Flasche, während sein Vater Red die Familie mit unberechenbarer Gewalt tyrannisiert. Als Red beginnt, Shug zu Einbrüchen anzustiften, gerät das labile Gleichgewicht ins Schwanken. Shug lernt zu stehlen, zu lügen und aufzubegehren. Gerade da taucht Jimmy Vin Pearce auf, mit seinem grünen Ford Thunderbird und der Verheißung auf eine andere, bessere Welt. Doch als Glenda sich mit ihm einlässt, entlädt sich ein lange unterdrücktes Gemisch aus Eifersucht und Hass, und der Traum von der Lebensflucht wird zur tödlichen Falle Mit der Unausweichlichkeit einer antiken Tragödie beschreibt Daniel Woodrell die Eskalation menschlicher Passion in urwüchsige Gewalt. Mit jeder neuen Seite verwischt er die Grenzen zwischen Notwehr und Mord, Rache und Befreiung und nähert sich jenem unheilvollen Scheidepunkt, an dem das letzte Opfer auf dem Weg zur Erlösung die eigene Unschuld ist.

Titel Der Tod von Sweet Mister: Roman : Roman / Daniel Woodrell. Aus dem Amerikan. von Peter Torberg
Person(en) Woodrell, Daniel ; Torberg, Peter [Übers.]
Verleger [München] : Liebeskind
Erscheinungstermin 25. Juni 2012
Umfang/Format 190 S. ; 20 cm
Einheitssachtitel The death of Sweet Mister ‹dt.›
ISBN/Einband/Preis 978-3-935890-95-3 Pp. : EUR 16.90 (DE), EUR 17.40 (AT)
EAN 9783935890953
Schlagwörter Staat Missouri ; Unterschicht ; Männliche Jugend ‹13 Jahre› ; Familientragödie ; Belletristische Darstellung
Leseprobe book2look.com


2(3)

Sara Gran: Die Stadt der Toten


Hurrikan Katrina hat New Orleans verwüstet. Claire DeWitt soll in diesem Chaos den verschollenen Bezirksanwalt Vic Willing finden. Ist der Anwalt in der Naturkatastrophe umgekommen oder hat er sich einfach davongestohlen? Ein Fall für die beste Ermittlerin der Welt! Ihr Beruf ist ihre Berufung und ihre Ermittlungsmethoden sind so einzigartig wie genial. Mit Hilfe ihres französischen Detektivhandbuchs, ihrer Qigong-Münzen und ihrer drogendurchsetzten Träume wird Claire der Spur des Anwalts folgen …

Happy End gibt’s nicht, nicht in New Orleans. Rausch + Klarheit = Gran. Unglaublich gut.

Titel Die Stadt der Toten: Ein Fall für die beste Ermittlerin der Welt / Sara Gran. Aus dem Amerikan. von Eva Bonné
Person(en) Gran, Sara ; Bonné, Eva [Übers.]
Ausgabe 1. Aufl.
Verleger München : Droemer Knaur
Erscheinungstermin 2. Mai 2012
Umfang/Format 360 S. ; 21 cm
Einheitssachtitel Claire deWitt and the city of the dead ‹dt.›
ISBN/Einband/Preis 978-3-426-22609-4 kart. : EUR 14.99 (DE), EUR 15.50 (AT)
3-426-22609-X (falsch)
EAN 9783426226094
Leseprobe droemer-knaur.de


3(2)

Peter Temple: Tage des Bösen


Constantine Niemand arbeitete für einen Sicherheitsdienst in Johannesburg. Er ist auf der Flucht, seit er einen Videofilm in seinen Besitz gebracht hat, der international Politikern und Waffenlobbyisten gefährlich werden kann. Es scheint aber kein sicheres Versteck für ihn zu geben – auch in London nicht, wo er versucht, den Film an eine Enthüllungsjournalistin zu verkaufen. Immer wieder spüren ihn die Killer auf. Wie kompromittierend, wie brisant ist die Information, die ihm in die Hände gefallen ist?

Peter Temple zeigt uns erschreckend deutlich eine Welt, in der Informationen gefährlicher sind als Sprengstoff – und Geheimnisse wertvoller als Menschenleben. Ein faszinierender Thriller von meisterhafter Spannung.

Titel Tage des Bösen : Thriller / Peter Temple. Dt. von Sigrun Zühlke
Person(en) Temple, Peter ; Zühlke, Sigrun [Übers.]
Ausgabe 1. Aufl.
Verleger München : Bertelsmann
Erscheinungstermin 9. Mai 2012
Umfang/Format 430 S. ; 22 cm
Einheitssachtitel In the evil day ‹dt.›
Parallele Ausgabe(n) Buch
Kindle eBook
Hörbuch (ungekürzte engl. Originalfassung)
ISBN/Einband/Preis 978-3-570-00999-4 kart. : EUR 14.99 (DE), EUR 15.50 (AT), sfr 21.90 (freier Pr.)
3-570-00999-8
EAN 9783570009994
Leseprobe randomhouse.de


4(5)

Tana French: Schattenstill


»Ich sah den Ort vor mir, wie er wirklich war: tödlich; hergerichtet und feingeschliffen zur Vernichtung.«

Broken Harbour, eine windgepeitschte Geisterstadt voller Bauruinen nördlich von Dublin: In einem der wenigen bewohnten Häuser wird eine junge Familie aufgefunden – die Eltern brutal niedergestochen, die beiden kleinen Kinder erstickt. In den Wänden ihres hübsch eingerichteten Häuschens klaffen rätselhafte Löcher. Detective Mike Kennedy ist überzeugt, dass er den Fall lösen wird, schließlich arbeitet niemand in der Mordkommission so effektiv wie er. Doch Broken Harbour entpuppt sich als erbarmungsloser Abgrund, der auch ihn zu verschlingen droht …
 
Titel Schattenstill : Kriminalroman / Tana French. Aus dem Engl. von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Person(en) French, Tana ; Wasel, Ulrike [Übers.] ; Timmermann, Klaus [Übers.]
Verleger Frankfurt, M. : Scherz
Erscheinungstermin 4. Juni 2012
Umfang/Format 731 S. ; 20 cm
Parallele Ausgabe(n) Kindle eBook
Hörbuch
Einheitssachtitel Broken harbour ‹dt.›
ISBN/Einband/Preis 978-3-502-10223-6 Pp. : EUR 16.99 (DE), EUR 17.50 (AT), sfr 24.50 (freier Pr.)
3-502-10223-6
EAN 9783502102236
Leseprobe fischerverlage.de
Besprechung:Rezensionen-Sam


5(6)

Michael Robotham: Der Insider


Der neue Thriller mit Ex-Cop Vincent Ruiz und Psychologe Joe O’Loughlin

Als der ehemalige Polizist Vincent Ruiz eines Abends in einer Londoner Bar beobachtet, wie eine junge Frau von ihrem gewalttätigen Freund bedroht wird, muss er eingreifen. Doch obwohl er Holly Knight für die Nacht Unterschlupf bietet, ist sie am nächsten Morgen verschwunden – und mit ihr einige wertvolle Gegenstände. Bei dem Versuch, sie aufzuspüren, stößt er nur auf Hollys Freund, der brutal ermordet wurde. Ruiz steht vor einem Rätsel: In welche Machenschaften ist Holly Knight verstrickt? Zur gleichen Zeit spürt der berühmte Journalist Luca Terracini einer Serie von Banküberfällen in Bagdad nach. Dass zudem immer wieder große Summen an wichtiger Wiederaufbauhilfe verloren gehen, könnte damit in direktem Zusammenhang stehen. Luca macht sich auf die Suche nach der Wahrheit – ein gefährliches Unterfangen, das ihn bis nach London zu Vincent Ruiz führt.

Titel Der Insider: Thriller / Michael Robotham. Ins Dt. übertr. von Kristian Lutze
Person(en) Robotham, Michael ; Lutze, Kristian [Übers.]
Ausgabe 1. Aufl.
Verleger München : Goldmann
Erscheinungstermin 9. April 2012
Umfang/Format 538 S. ; 22 cm
Einheitssachtitel The wreckage  ‹dt.›
Parallele Ausgabe(n) Kindle eBook
Hörbuch (gekürzte Lesung)
ISBN/Einband/Preis 978-3-442-31250-4 kart. : EUR 14.99 (DE), EUR 15.50 (AT), sfr 21.90 (freier Pr.)
3-442-31250-7
EAN 9783442312504
Leseprobe bic-media.com


6(4)

Don Winslow: Die Sprache des Feuers


Jack Wade war der Star der Abteilung für Brandstiftung des Orange County Sheriff Departments (Kalifornien), bis ihn eine angebliche Falschaussage die Karriere kostete. Dass sein Kollege Bentley die Finger im Spiel hatte, ist eine andere Geschichte. Für seinen neuen Arbeitgeber, die "California Fire & Life", ermittelt er in einem Versicherungsfall: Das Anwesen des Immobilienmoguls Nicky Vale ist bis auf die Grundmauern abgebrannt - mitsamt seiner jungen Frau Pamela. Auch Bentley war schon am Brandort. Er tippt auf zu viel Wodka und eine brennende Zigarette. Aber Jack Wade kennt die Sprache des Feuers. Und macht sich auf Spurensuche. Bis er herausfindet, dass Nicky Vale mitnichten der unbescholtene amerikanische Bürger ist, als der er sich ausgibt, wird die Sache so heiß, daß Jack Gefahr läuft, sich die Finger zu verbrennen. Russische Erpresser und abtrünnige KBG-Agenten, Antiquitätenhändler und Versicherungsbetrüger, vietnamesische Gangs und abgelegte Liebschaften - Jack Wade verstrickt sich in einem Dickicht aus Verschwörung, Korruption und Betrug, so sehr, dass er am Ende beschließt, Feuer mit Feuer zu bekämpfen.


Titel Die Sprache des Feuers : Roman / Don Winslow. Aus dem Amerikan. von Chris Hirte
Person(en) Winslow, Don ; Hirte, Chris [Übers.]
Ausgabe Dt. Erstausg., 1. Aufl.
Verleger Berlin : Suhrkamp
Erscheinungstermin 12. März 2012
Umfang/Format 419 S. ; 21 cm
Gesamttitel Suhrkamp-Taschenbuch ; 4350
Einheitssachtitel California fire and life ‹dt.›
ISBN/Einband/Preis 978-3-518-46350-5 kart. : EUR 14.99 (DE), EUR 15.50 (AT)
3-518-46350-0
Bestellnummer(n) 46350
EAN 9783518463505
Parallele Ausgabe(n) Kindle eBook
Hörbuch
Leseprobe suhrkamp.de
Hörprobe suhrkamp.de



7(-)

Iain Levison: Hoffnung ist Gift



Jeff Sutton, Taxifahrer in Dallas, USA, fährt eine Frau vom Flughafen in eine noble Villengegend. Da sie nicht genug Geld dabeihat, bittet ihn die Dame noch mit ins Haus. Als kurz darauf ihre zwölfjährige Tochter verschwindet, steht für die Polizei fest, dass hier nur einer als Täter in Frage kommt. Der unbescholtene Taxifahrer wird in Untersuchungshaft genommen und im Trakt der Todeskandidaten untergebracht. Dort ist sein einziger Gefährte Robert, ein gefühlskalter Mörder. Ausgerechnet er glaubt an Jeffs Unschuld - aber glaubt Jeff selbst noch an Gerechtigkeit? Am Tag der Urteilsverkündung nimmt sein Fall eine überraschende Wendung ... Ein Krimi, der auf einer wahren Geschichte beruht.

Grotesk-Satire auf die US-Strafjustiz. Geschätzt knapp unterhalb der Realität.

Titel Hoffnung ist Gift : Roman / Iain Levison
Person(en) Levison, Iain ; Goidinger, Walter [Übers.]
Verleger Wien : Zsolnay, Paul
Erscheinungstermin 30. Juli 2012
Umfang/Format 256 S. ; 10 mm x 10 mm, 10 g
Parallele Ausgabe(n) Kindle eBook
Hörbuch, 5 CDs
ISBN/Einband/Preis 978-3-552-06194-1 Kart. : ca. EUR 17.90 (DE), ca. EUR 18.40 (AT), ca. sfr 25.90 (freier Pr.)
3-552-06194-0
Bestellnummer(n) 551/06194
EAN 9783552061941
Leseprobe hanser.de


8(-)

Howard Linskey: Crime Machine


David Blake hat eine weiße Weste. Soweit man in Newcastle eine haben kann, wenn man als Berater für einen skrupellosen Gangsterboss arbeitet. Als zigtausend Pfund Schutzgeld verschwinden, kommt David jedenfalls reichlich ins Schwitzen. Er hat 72 Stunden, das Geld wieder aufzutreiben – sonst ist er ein toter Mann.

»Ein Dashiell Hammett aus Newcastle!« The Times

Titel Crime machine : Thriller / Howard Linskey. Aus dem Engl. von Conny Lösch
Person(en) Linskey, Howard ; Lösch, Conny [Übers.]
Ausgabe Dt. Erstausg.
Verleger München : Knaur-Taschenbuch-Verl.
Erscheinungstermin 2. Juli 2012
Umfang/Format 377 S. ; 19 cm
Gesamttitel Knaur ; 51036
Einheitssachtitel The drop ‹dt.›
ISBN/Einband/Preis 978-3-426-51036-0 kart. : EUR 9.99 (DE), EUR 10.30 (AT)
3-426-51036-7
EAN 9783426510360
Parallele Ausgabe(n) Kindle eBook
Leseprobe droemer-knaur.de


9(-)

Helon Habila: Öl auf Wasser

Port Harcourt, Nigeria, im Delta des Niger. Eine Frau verschwindet.Dies wäre keine Nachricht in den Medien wert, handelte es sich nicht um eine Britin, die Ehefrau eines hochrangigen Mitarbeiters einer ausländischen Ölgesellschaft, die im Delta und vor der Küste Öl bohren.

Die Entführung ist offensichtlich das Werk einer Rebellengruppe, die gegen die Ölgesellschaften kämpfen, die das Land ausbeuten und zerstören. Als eine Lösegeldforderung eingeht, wittert der junge Journalist Rufus die Chance zu einer großen Story und macht sich mit dem gealterten Starreporter Zaq auf die Suche nach der Entführten. Es wird eine Reise ins Delta des Nigers hinein, ins Herz der Finsternis , in eine apokalyptische Welt.

Mit wachsendem Entsetzen nimmt Rufus die Zerstörung der Umwelt wahr, die Eskalation der Gewalt, die je eigenen Profitinteressen, die die widerstreitenden Kräfte Ölgesellschaften, Polizei und Armee, Politiker und lokale Würdenträger auf der einen Seite, die Rebellen mit ihren Sympathisanten auf der anderen in den Auseinandersetzungen verfolgen, die Entmenschlichung auf beiden Seiten der Front. Opfer sind in jedem Fall die einfachen Menschen, Fischer zumeist, die im Delta des Flusses leben. Sie haben nicht die Mittel, sich zur Wehr zu setzen, ihre Dorfgemeinschaften werden zwischen den Fronten zerrieben, sie verlieren ihre Lebensgrundlage, werden vertrieben, müssen fortziehen, hin zur großen Stadt, an deren Rand sie stranden.Hoffnung vermittelt einzig ein Dorf auf der kleinen Insel Irikefe, das einen humanistischen, egalitären Gegenentwurf lebt, ähnlich dem, den Wole Soyinka in Zeit der Gesetzlosigkeit beschreibt: im Einklang mit der Natur, ihren Rhythmen und Gesetzen folgend.

Hier findet Rufus nach einem Brand körperlich und seelisch schwer verletzte Schwester Boma Ruhe, hier findet Rufus eine Liebe, hier schließt Zaq seinen Frieden Doch auch hier ist nicht alles so, wie es scheint. Wie überhaupt nichts so ist, wie es an der Oberfläche aussieht. Das Grab der Britin ist leer. Nur ein Stein ist darin begraben Öl auf Wasser ist Bildungsroman und Umweltkrimi zugleich, Politthriller und anrührende Liebesgeschichte.

"Auf der Suche nach der großen Story gerät ein nigerianischer
Journalist in die brutale Unübersichtlichkeit der afrikanischen Gegenwart:
Rebellentruppen, Ölkonzerne, Fischer im Nigerdelta und lokale Politiker
kämpfen mit ungleichen Waffen. Habilas Sprache ist reich und präzise,
seine Geschichte spannungsgeladen, berührend und klug erzählt. Ein
aufklärender Roman in der Tradition Graham Greenes." (Elke Schmitter)

Titel Öl auf Wasser : Roman / Helon Habila. Aus dem Engl. von Thomas Brückner
Person(en) Habila, Helon ; Brückner, Thomas [Übers.] ; Wussow, Indra [Hrsg.]
Verleger Heidelberg : Verl. Das Wunderhorn
Erscheinungstermin 20. April 2012
Umfang/Format 231 S. ; 22 cm
Gesamttitel Afrika Wunderhorn
Einheitssachtitel Oil on water ‹dt.›



ISBN/Einband/Preis 978-3-88423-391-7 Pp. : EUR 24.80 (DE), EUR 25.50 (AT)
3-88423-391-2
EAN 9783884233917
Schlagwörter Nigeria ; Erdölkonzern ; Britin ; Entführung ; Journalist ; Suche ; Belletristische Darstellung
Leseprobe issuu.com



10(-)

Anne Goldmann: Triangel


Drei Arten von Isolation

Regina, erfahrene Schließerin in einer Strafvollzugsanstalt, hat sich einen Traum erfüllt: ein Refugium außerhalb der Stadt, ein idyllisches Häuschen mit wunderschönem Garten, wo sie die Härten ihres Alltags vergessen und ganz für sich sein kann. Ermöglicht wurde dieser Befreiungsschlag durch die Bekanntschaft mit der Angehörigen eines Häftlings: Die ältere Johanna brauchte Hilfe und wurde Reginas Wahltante. Doch das Paradies ist schon bedroht. In der dörflichen Gemeinde sieht man die zupackenden Frauen schief an, und als sie einem lokalen Strippenzieher in die Quere kommen, werden sie zur Zielscheibe übler Nachrede. Auch Johannas Gesundheit lässt rapide nach.
Unterdessen wird nach siebzehnjähriger Haft ein Mörder auf Bewährung entlassen. Hassler scheint geläutert und willig, seine zweite Chance wie ein braver Bürger zu nutzen. Aber es ist nicht leicht, einen würdevollen Job zu finden. Außerdem hat Hassler noch eine ganz alte Rechnung offen …
Als Johanna eines Nachts friedlich stirbt, steht Regina plötzlich allein da. Zwar erbt sie das Haus, doch bald häufen sich unangenehme Vorfälle. Die lockere Beziehung zu ihrem Kollegen Paul krankt an unvereinbaren Erwartungen: Paul will mehr Nähe, Regina nicht.
Dann macht sie im Garten einen grausigen Fund – und muss sich fragen, ob Johanna ihr folgenschwere Dinge verschwiegen hat. Ein Alptraum beginnt …

"Triangel" ist ein hintergründiger Thriller. Sachte entfaltet die packende Story ein Panorama aus zunehmender Vereinzelung und Ohnmachtsverhältnissen: Sanft und zugleich gnadenlos erzählt Anne Goldmann von Ängsten, Abschottung und innerer Isolation.

Titel Triangel / Anne Goldmann
Person(en) Goldmann, Anne
Ausgabe Dt. Orig.-Ausg.
Verleger Hamburg : Argument-Verl.
Erscheinungstermin 16. Mai 2012 
Umfang/Format 266 S. ; 18 cm
Gesamttitel Ariadne-Krimi ; 1202
ISBN/Einband/Preis 978-3-86754-202-9 kart. : EUR 11.00 (DE), EUR 11.40 (AT), sfr 16.50 (freier Pr.)
EAN 9783867542029


Quelle der KrimiZeit Bestenliste August 2012: zeit.de/2012/32/ZEIT-Krimibestenliste

"An jedem ersten Donnerstag des Monats geben 17 Literaturkritiker und Krimispezialisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Kriminalromane bekannt, die ihnen am besten gefallen haben. Die KrimiZeit-Bestenliste entsteht in Kooperation von DIE ZEIT, ARTE und NordwestRadio."

Wie immer weise ich an dieser Stelle explizit darauf hin, dass die KrimiZeit Bestenliste lediglich aus einer Liste von zehn Büchern mit Platzierungen und Kurzbeschreibungen besteht (zur Erinnerung: hier einsehbar). Die längeren Buchbeschreibungen hier im Blog, die sich zumeist auf die Verlagsangaben beziehen, sowie die kompletten bibliographischen Angaben, die Links zu Leseproben der Verlage oder Verweise auf Hörbucheditionen sind ein Service dieses Blogs und nicht Bestandteil der in Kooperation von DIE ZEIT, ARTE und NordwestRadio veröffentlichten Bestenliste.