Freitag, Januar 04, 2013

Frisch ausgepackt 03.01.2013

Heute nur eine ganz kurze Rückschau auf den Tag. Mein Provider 1und1 hat mich weitestgehend außer Gefecht gesetzt, weil er bis zum Abend einen "weiträumigen Ausfall des Netzes" nicht in den Griff bekam. Für jemanden, der 80% seiner Arbeitszeit online verbringt, ist das ziemlich übel. Gegen Abend funktionierte dann wieder alles - aber bis eben war ich damit beschäftigt, zumindest noch ein paar Bücher einzustellen.

Ein paar kleinformatige Bildbände, meist zum Thema Beziehung oder allgemeiner Psychologie habe ich katalogisiert. Ein kleiner Band mit kurzen Wünschen, Was ich Dir wünsche, war sehr schön gemacht. Das Buch ist wohl in unterschiedlichster Aufmachung immer mal wieder veröffentlicht worden. Ich habe eine sehr gut erhaltene Hardcoverausgabe davon bei mir aus der Kiste gezaubert. Fast noch schöner fand ich aber den Band Statt Schokolade. Alles, was sonst noch glücklich macht von Jutta Oster. Zuest hielt ich das Buch für ein banales Geschenkbändchen, wurde dann aber durch das Inhaltsverzeichnis neugierig. Tatsächlich fast das Buch in Kurzform eine ganze Reihe an Tipps zum Thema Glück zusammen. Viele kurze Beiträge zum Schmökern und nachdenken - hat mir gut gefallen.  

Der spannendste Fund heute war wohl ein kleiner Band von Karl Heinrich Waggerl. Ich hatte von dem Autoren noch nie gehört und zunächst gedacht, da habe ein einsamer Autor seine Gedanken einem Kleinverlag anvertraut. Das Buch machte äußerlich überhaupt nichts her. Umso erstaunter war ich zu lesen, dass von dem Erzählband Liebe Dinge. Miniaturen einundzwanzig verschiedene Auflagen erschienen sind - zuletzt 2005 bei dtv. Neugierig geworden begab ich mich auf Recherche und entdeckte, dass Waggerl zu den meistgelesenen österreichischen Autoren gehören soll. Gerade seine Kurzprosa habe es zu einer gewissen Meisterschaft gebracht. Wieder was dazugelernt.


Und sonst? Zwei für die Jugend bearbeitete Bücher, einmal Die Schildbürger und andere Schwänke und dann Jules Vernes Fünf Wochen im Ballon. Ich persönlich halte von diesen kastrierten Ausgaben nicht übermäßig viel. Wenn die Kids ein wenig älter werden, kommen sie auch mit einer normalen Übersetzung von Jules Verne gut zurecht. "Für die Jugend bearbeitet" heißt ja immer "gekürzt und vereinfacht". Aber mal ehrlich: Wer gewinnt dadurch? Doch anscheinend gibt es ja eine Käuferschicht für so etwas - und solange die Bücher gut erhalten sind, schmeiße ich sie auch nicht weg.

Last not least: Ich habe mal wieder einen Hornblower-Roman aus der Kiste gezogen. Die Bände gehen immer noch erstaunlich gut und halten bei mir nicht lange. Allerdings handelt es sich bei Der Kommodore um eines jener zerlesenen Exemplare, für die ich irgendwann einmal den Ausdruck "read and delete" entwickelt habe: Starker Abrieb, Knicks im Cover oder sonstwie schlecht erhalten, im Bücherregal ein wenig peinlich wirkend, aber noch so intakt, dass sie eine weitere Lektüre gut noch aushalten. Einer jener Bände, die sofort entsorgt werden, sollte ich mal auf einen besser erhaltenen stoßen.

Ansonsten kennt ihr ja den Trick. Über den Link shakespeare-and-more.com/catalog/products_new.php kommt ihr immer zu den frisch eingestellten Bänden im Katalog. So habt ihr immer die komplette Übersicht über alle Titel, die gerade neu im Katalog aufgenommen wurden.

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